8 Gründe, warum sich Facebook womöglich nicht für Sie eignet, um neue Kunden zu gewinnen

von , zuletzt aktualisiert am 01. November 2018

Sie haben eine Facebook Seite.

Und die Besucher fangen an, sie zu liken, hinterlassen einen Kommentar, teilen einen Beitrag und Sie denken:

Es geht voran.

Social Media gehört ja praktisch zum guten Ton als Unternehmensgründer, wenn Sie mehr Kunden gewinnen wollen. Irgendwann sind es 50 Fans.

Mehr oder weniger schnell, dennoch. Sie freuen sich. Verständlicherweise.

Haben Sie es deshalb geschafft, 50 neue Kunden zu gewinnen? Nein.

Schlimmer noch…

Wahrscheinlich wird keiner dieser Kontakte je bei Ihnen kaufen

Sie fragen sich, ob Sie etwas falsch machen und stecken noch mehr Arbeit in die Sache. Sie investieren. Sie probieren.

Doch das hilft Ihnen nicht, aus Ihren Aktivitäten Umsatz zu generieren.

Haben Sie je darüber nachgedacht, dass Facebook womöglich nicht das richtige Werkzeug ist, mit dem Sie Ihre Zielkunden gewinnen?

Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen.

Wir nennen Ihnen die acht wichtigsten.

#1 Sie haben keinen Plan und keine Exit-Strategie

Facebook ist wie jedes andere Marketing-Tool: Wenn Sie es zur Kundengewinnung nutzen wollen, brauchen Sie einen Plan.

Sie müssen sich fragen:

  • Wie viel Zeit wollen Sie investieren?
  • Was wollen Sie wann, wie oft posten?
  • Wie messen Sie Ihren Erfolg?

Facebook-Likes zu zählen, reicht nicht. Sie müssen regelmäßig Statistiken verfolgen, wie viele Besucher auf Ihrer Webseite landen, sich im Newsletter eintragen oder kaufen. Dadurch erst können Sie feststellen, ob Sie sich Ihrem Ziel nähern.

Womit wir beim wichtigsten Aspekt eines guten Plans sind: Er hat ein Ziel. Da sage ich Ihnen natürlich nichts Neues…Doch ein gutes Ziel zeigt Ihnen nicht nur, wann Sie erfolgreich sind.

Es zeigt Ihnen auch, wann Sie aussteigen sollten – das ist Ihre Exit-Strategie.

Fragen Sie sich: Unter welchen Umständen beende ich die Sache? Das bewahrt Sie davor, zu viel Zeit zu investieren in etwas, das schlechte Ergebnisse bringt.

#2 Sie erreichen nicht die entscheidenden Menschen

Bei den meisten Unternehmern wird die Facebook-Seite zunächst von der Familie, Freunden und Netzwerkpartnern geliked. Und bei jedem Netzwerktreffen werden es mehr Kontakte.

Doch das hilft Ihnen nicht, neue Kunden zu gewinnen.

Meine Schwägerin und meine beste Freundin mögen unsere Artikel. Doch die eine ist Bilanzbuchhalterin und die andere Hausfrau. Da ist es unwahrscheinlich, dass sie sich je für einen Kurs anmelden.

Egal, wie intensiv die Interaktion ist. Stellen Sie sich folgendes vor:

Sie sind auf der Weihnachtsfeier mit Arbeitskollegen, Ihren Cousins und Cousinen, Yoga-Kurs-Mitstreitern, den Bekannten aus dem letzten Urlaub und Sie stehen plötzlich auf und sagen: Übrigens, ich gebe kommende Woche einen Workshop. Kaum denkbar, dass Sie viele Teilnehmer gewinnen.

Doch es gibt noch einen Grund, warum Sie die entscheidenden Menschen nicht erreichen…

#3 Ihre Kunden mögen Facebook nicht

Sind Sie sicher, dass Ihre Kunden einen Facebook-Account besitzen?

Falls nicht, erreichen Sie sie nicht. Was logisch ist, aber dennoch leicht übersehen wird.

Der zweite Grund, warum Sie Ihre Zielkunden womöglich nicht über Facebook gewinnen: Diese Kunden arbeiten. Und wenn sie nicht arbeiten, sind sie trotzdem nicht auf Facebook.

Ein Kunde sagte uns: Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern.

Eine andere Kundin: Das bringt mir nichts… Wieder eine andere Kundin: Ich gehe lieber mit meinem Hund spazieren.

Sprechen Sie mit Ihren Kunden – und hören Sie gut zu. Dann wissen Sie, was zu tun ist.

#4 Social Media wird mehr und mehr zu einer werbenden Plattform

…mit unterschiedlichen Auswirkungen:

  • Jeder kann Likes kaufen. Was die Aussagekraft relativiert.
  • Die Werbung, die Sie selbst erhalten, steigt mit der Anzahl Ihrer Likes.

Und das kann zeitintensiv werden…

Ein Grund, warum ich Xing vor einiger Zeit gekündigt habe, war die Menge der ungebetenen Werbung: E-Mails, nicht angeforderte Newsletter, Werbeanrufe.

Ich habe nichts gegen gute Werbung. Doch das war diese Werbung nicht.

Ähnlich es mit Facebook.

#5 Die Reichweite ist nicht zufriedenstellend

Jeff Bullas, einer der führenden Social Media Experten beziffert die Reichweite für Facebook mit 2,71 %. Und zwar bezogen auf die vorhandenen Facebook-Fans. Also nur 2,71% Ihrer gesamten Empfänger sehen Updates in den Newsfeeds.

Facebook in the last 12 months has continued to tighten the screws on organic reach with few as 2.71% of fans seeing your updates in their newsfeed.

Organic or free reach tactics are getting harder to achieve. Here is a chart showing the decline  of organic reach in just 5 months.

Die Grafik verdeutlicht, dass es ohne Bezahl-Traffic kaum möglich ist, alle seine Fans zu erreichen. (Klick führt zum Artikel.)

 

Unbenannt

Und wenn Ihre Nachricht potentielle Kunden erreicht, wird sie schnell überlagert von anderen Nachrichten.

Das ist bei Newslettern anders. Ich weiß von Lesern und Kunden, dass sie unsere Newsletter aufheben, ausdrucken, am Wochenende lesen. (Was wir sehr zu schätzen wissen, das nur am Rande…).

Denn egal, wie großartig Ihr Content ist – wenn er gegen Katzenvideos konkurrieren muss, wird es schwer. Es ist leichter, zögerliche Interessenten durch überzeugende Inhalte im Newsletter zu Kunden zu machen.

#6 Sie bauen Ihr Marketing-Haus auf geliehenem Grund

Wem die Plattform gehört, der macht die Regeln:

  • Wenn Ihnen jemand auf Facebook folgt, ist es der potentielle neue Kunde von Facebook, nicht von Ihnen. Die nächste Änderung im Facebook-Algorithmus kann zu Veränderungen führen, die Sie nicht kennen.
  • Als 2014 Google-Authorship abgeschafft wurde, ahnten das vor allem nicht diejenigen, die ihre Marketing-Strategie darauf aufgebaut hatten.
  • Ein Grund für den Erfolg von Twitter waren 672 Millionen Fußballweltmeisterschaft-Tweets. Analysten gehen davon aus, dass sich zwei Drittel dieser Nutzer bis Ende 2014 wieder abmelden werden.

Das bedeutet: Wenn Sie Kunden gewinnen wollen auf einer Plattform, die nicht Ihnen gehört, gehen Sie ein Risiko ein. Das können Sie nicht vermeiden – doch Sie sollten es streuen.

Was uns wieder zum Grund Nr. 1 zurück bringt, der Planung…

#7 Es gibt erfolgreichere Formen der Kundengewinnung

Viele Marketing-Strategien eignen sich für Solo-Unternehmer besser als Facebook, beispielsweise Newsletter- oder Artikel-Marketing. Das belegen die Statistiken einer Publikation in Forbes von 2013.

Prognosen zeigen, dass in 2017 rund 4,9 Milliarden E-Mail Accounts existieren werden. Um das für Sie in eine Perspektive zu bringen: Das sind 3x mehr als alle Facebook und Twitter-Accounts zusammen. Und auch wenn man Zahlen misstraut, fällt bei der Recherche zu diesem Thema eines auf:

Social Media erweckt den Eindruck, als wäre es leicht, damit neue Kunden zu gewinnen. Das ist es nicht.

Wir wollen Ihnen nicht verhehlen, dass auch Newsletter- oder Artikelmarketing erlernt werden muss. Das war die erste Lektion, die wir lernten, als wir ins Online Marketing einstiegen. Eine Aktion hatte 2.000 Euro gekostet und brachte keinen einzigen Kunden. Nicht weil es eine schlechte Lösung war, es war nur nicht die richtige für uns.

Doch die größte Gefahr liegt darin, dass jemand anderer die Kontrolle über Ihre Besucherströme hat.

Fehlermeldungen wie diese sind ein Problem, wenn Sie eine Promotion über Facebook laufen lassen.

#8 Ist es das, was Sie wirklich wollen?

Facebook, Google +, Twitter, LinkedIn, Instagram, Pinterest und, und, und.

Wenn Sie Solo-Unternehmer oder ein kleines Unternehmen sind, müssen Sie sich begrenzen. Und zwar auf die erfolgreichsten Marketing-Aktivitäten. An dieser Stelle startet das Problem.

Was sind Ihre erfolgreichsten Marketing-Aktivitäten?

Und wenn Sie Ihre Zahlen kennen – wissen Sie, ob sich die einzelnen Aktivitäten gegenseitig übertrumpfen?

Aufmerksamkeit ist das wichtigste Gut bei der Neukundengewinnung. Jeder Link mehr auf jeder gegebenen Seite lenkt die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung. Die Frage ist: Ist es die Richtung, die Sie wollen?

Interviews mit unseren Kunden brachten uns darauf, dass die Mehrheit an Facebook nicht interessiert ist. Verständlich, denn wer selbständig ist und gut zu tun hat, hat wenig Zeit. Darauf hätten wir auch von selbst kommen können…

Doch eines haben die Interviews gebracht: Für die Zukunft planen wir andere Formen des Austauschs, die durch unsere Kunden angeregt wurden. Denn die sind es schließlich, die zählen…

Zusammenfassung

Wir sagen nicht, dass Sie Social Media oder Facebook aus Ihren Strategien neue Kunden zu gewinnen streichen sollten. Sie dürfen sich lediglich nicht einlullen lassen von Empfehlungen oder Trends. Sie müssen prüfen, ob es eine gute Strategie für Sie ist.

Ihre Zeit ist kostbar. Sie müssen sie mit dem verbringen, was echte Kunden und echten Umsatz bringt.

 

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse...Folgen Sie uns auf Pinterest

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