Wie Sie Angebotsseiten schreiben, die verkaufen

von , zuletzt aktualisiert am 09. Oktober 2020

Egal wie gut Ihr Angebot ist … Sie müssen Ihre Beratung, Coaching, Training auch verkaufen.

Vielleicht haben Sie auf einer Seite Ihrer Webseite ein paar Zeilen dazu geschrieben.

Und Sie hofften, das Angebot spricht für sich selbst.

Vielleicht gingen Sie noch einen Schritt weiter und versahen das Ganze mit einem Bild und dem Preis.

Doch was Sie wahrscheinlich auch erhalten ist … ausbleibende Käufe.

Und das hat einen einfachen Grund.

Wollen Sie erfolgreiche Angebotsseiten schreiben, braucht es eine bestimmte Struktur

Im Marketing-Jargon ist das, worüber wir hier sprechen eine Sales Page, eine Verkaufsseite.

Und ich erinnere mich, als ich eines unserer ersten Produkte beschreiben sollte und ratlos war.

Ich tat, was man tut, wenn man keine Ahnung hat: Ich befragte das Internet.

Das war vor über 12 Jahren und seitdem habe ich an die 200 Verkaufsseiten für eigene Kurse, Coachings & Trainings geschrieben.

Doch nach wie vor verwende ich viel Akribie darauf, weil ich weiß, das ist eine von vielen Stellen, wo Laien viel Geld auf dem Tisch liegen lassen.

Eine schlechte Verkaufsseite erzielt vielleicht 5 Anmeldungen.

Eine mittelmäßige Verkaufsseite eventuell 20.

Wohingegen Ihnen eine sehr gute Verkaufsseite auch mit einer kleinen Liste Ihnen über 100 Anmeldungen bescheren kann.

Eine gute Verkaufsseite ist folglich der schnellste Weg, Ihren Umsatz zu erhöhen

Dennoch machen sich die wenigsten Gedanken darüber, wie sie dieses Angebot für Kunden in überzeugende Häppchen verpacken.

Hier einige der Bausteine, die Sie berücksichtigen sollten, wollen Sie Angebotsseiten schreiben, die Kunden gewinnen.

Sind Sie bereit?

Das hatte ich gehofft …

#1 – Starten Sie mit einer kraftvollen Überschrift

An dieser Stelle können Sie leicht 80 bis 95% Ihrer potentiellen Kunden verlieren. Denn wenn Ihre Überschrift nicht verspricht, wonach diese Menschen suchen, gehen diese Menschen wieder .

Profis verwenden deshalb den Großteil ihrer Zeit auf die Überschrift.

Plus – die Überschrift gibt Ihnen den „one thought“.

Der „one thought“ oder Leitgedanke ist wie ein roter Faden für Ihren Text. Und er hilft Ihnen, sich beim Schreiben nicht zu verlieren.

Und achten Sie darauf, dass Ihre Überschrift einen starken Benefit verspricht.

(Im Workshop ist eine Übung, mit der Sie herausfinden, was das für Ihre Zielkunden ist.)

#2 – Nutzen Sie Empathie

Viele Verkaufsseiten machen den Fehler, sofort in die Beschreibung der Features und Benefits einzusteigen. Sie nennen also Bestandteile des Angebots und den möglichen Nutzen.

Und das ist nicht falsch.

Doch der erste Schritt auf einer Verkaufsseite ist die Herstellung von Relevanz.

Was Sie mit der Überschrift starten, wird im ersten Satz fortgeführt: Sie zeigen, dass Sie verstehen, wo Ihr Kunde steht. Und wie es ihm oder ihr geht.

Sie könnten dazu sagen: In den Schuhen meines Kunden gehen.

Doch es geht weit darüber hinaus. Denn wenn Sie besser als Ihr potentieller Kunde in Worte fassen, wie es ihm geht, qualifiziert Sie das.

„Wenn du beschreiben kannst, wie es mir geht, kannst du mir auch helfen“, ist die Annahme.

Und sie stimmt ganz einfach, weil sie stimmt.

 

… und die ausführliche Version

#3 – Alternativ: Erzählen Sie Ihre Geschichte …

Dieser Punkt muss nicht direkt auf Ihrer Verkaufsseite stehen. Und es hängt davon ab, wie viel Erfahrung Sie beim Schreiben haben.

Wir stellten irgendwann fest, dass Interessenten an unseren Kursen oder Coachings oft auf unserer About Seite landeten.

Verständlicherweise.

Denn Kunden suchen nach spezifischen Informationen, bevor sie kaufen. (9 sind es, um genau zu sein.)

Deshalb erzählen Sie etwas über sich. Entweder kurz und knapp direkt auf Ihrer Verkaufsseite. Oder auf Ihrer About-Seite.

Falls Sie denken, dass es auf Ihrer About Seite zu umfangreich wird – stellen Sie es auf eine Unterseite der About Seite.

So haben Mike & ich es gelöst, als wir die Geschichte unserer Auswanderung (was dazu geführt hat und wie es uns damit jetzt geht) erzählt haben.

Es zeigt, wie Sie als Mensch sind. und das ist nicht ganz unwichtig …

#4 – Zeigen Sie sich

Dieser Punkt knüpft an den letzten an. Doch ich beziehe mich jetzt wieder auf die Verkaufsseite.

Ich stolpere ich immer wieder über Anbieter, die kein Foto von sich auf ihrer Verkaufsseite, geschweige denn auf ihrer Webseite verwenden.

Menschen wollen wissen, von wem sie kaufen. Punkt.

Lassen Sie ein gutes Foto von sich machen.

Und verwenden Sie es.

#5 – Strukturieren Sie Ihre Angebotsseite

Wir Internet-Nutzer sind alles, nur nicht geduldig. Wenn Ihre Seite also schwer lesbar ist, sagen Sie im Grunde zu Besuchern: Geh weg.

Und das geschieht in Bruchteilen von Sekunden.

Was ist professionelle Strukturierung?

  • Saubere Aufteilung der Segmente einer Verkaufsseite.
  • Eine vernünftige Schriftgröße.
  • Schriftart (mit und ohne Serifen).
  • Aufzählungen.
  • Zwischenüberschriften.

Sie können viel tun, um die Verweildauer auf Ihrer Verkaufsseite zu erhöhen. Kunden wühlen sich nicht durch Informationswirrwarr.

Sie gehen.

#6 – Verwenden Sie Kundenaussagen richtig

Dieser Punkt ist selbsterklärend. Denn eine Kundenaussage sollten Sie genauso behandeln, wie einen Text, den es zu optimieren gilt.

Bedenken Sie – die richtige Kundenaussage, optisch perfekt aufbereitet – trägt Kunden über die Kaufhürde, weil sie die Macht hat, Ängste aufzulösen.

Nutzen Sie diese Macht. 

 

 

#7 – Machen Sie den nächsten Schritt glasklar

Die Rede ist vom CTA oder Call to Action. Sie denken, Sie haben Ihr Angebot perfekt beschrieben und jetzt wissen Ihre Kunden, was zu tun ist.

So ist es nicht.

Kunden schließen nicht von selbst darauf, was der nächste Schritt ist.

Kunden sind nicht dumm.

Doch diese Menschen haben viel zu tun und nicht umsonst lautet einer der wichtigsten Tipps im Marketing: Don’t make me think …

Und Sie ahnen es … erneut verlieren Sie potentielle Kunden.

#8 – Eliminieren Sie die Navigation

Sie kennen die Sache mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches? Sie ist angeblich höher, als die des Menschen.

Und wir alle kämpfen um die Aufmerksamkeit unserer Kunden.

Wenn Sie die Leser Ihrer Verkaufsseite also auf andere Seiten schicken, was passiert?

Sie sind weg.

Ähnliches gilt für die Webseiten Ihrer Kunden in Testimonials. Wir verlinken gerne und oft auf die Webseiten unserer Kunden.

Nicht wenn wir Angebotsseiten schreiben.

#9 – Listen Sie alle relevanten Informationen auf

Es existiert eine alte Streitfrage unter Copywritern, also Profis im Genre der Verkaufstexte. Und die lautet: Wie lang soll/darf eine Verkaufsseite sein?

Die Antwort ist einfach: Sie müssen alle relevanten Informationen auflisten. Im Beratungsgeschäft spricht man sogar von insgesamt 40 Informationen, die Kunden benötigen, bevor sie eine Kaufentscheidung fällen. 

Doch zumindest sollten Sie diejenigen auflisten, die im direkten Zusammenhang mit Ihrem Angebot stehen.

Sie wissen: Verwirrte Kunden kaufen nicht.

Und sie fragen auch nicht.

 

Shortcut für Verkaufsgespräche

Kostenlose Anleitung: Der Discovery-Bogen

Die Abkürzung, um die Abschlussquote Ihrer Verkaufsgespräche auf 72%-84% zu steigern, ohne manipulieren, Druck aufbauen oder sich verstellen zu müssen.

 

#10 – Starten Sie mit dem Ende im Kopf

Ein Tipp, wenn Sie Angebotsseiten schreiben ist dieser: Überlegen Sie, was Sie erreichen wollen. Und wen Sie erreichen wollen. Ohne diese Klarheit verlieren Sie sich in einer heillosen Nutzenargumentation.

Und vergessen das Entscheidende.

Und hier ist das Entscheidende … Sie können es nicht jedem recht machen. Nicht im wirklichen Leben, nicht Ihren Kunden, nicht den Besuchern Ihrer Angebotsseite.

Das ist etwa so, als ob Sie ein Gericht in einem Restaurant anbieten wollen, dass jedem schmeckt. Egal welcher Ernährungsrichtung sich jemand verschrieben hat:

Carnivore, Veganer, Vegetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, Lacto-Vegetarier, Ovo-Vegetarier, Flexitarier, Pescetarier, Frutarier, Low-Carb, Paleo, halal, koscher …

Sie sehen – unmöglich.

Sie würden alle verlieren, weil diese Menschen verhungert wären, bevor Sie sich durch Ihre Angebot gelesen hätten.

Zusammenfassung

Wollen Sie erfolgreiche Angebotsseiten schreiben, gehen Sie nicht von Ihrem Bauchgefühl aus. Was auf einer Verkaufsseite steht und was nicht hat weniger mit Gefühl als mit Fakten zu tun.

Und alles startet damit zu wissen, was Kunden benötigen, um sagen zu können: Ich verstehe diesen Preis und was es mir bringt. Deshalb kaufe ich hier.

Es ist keine Raketenwissenschaft. Und Sie benötigen weniger Talent, als Sie vermuten. Aber Sie müssen wissen, welche Elemente Kunden dazu bewegen, sich zu entscheiden.

 

 

 

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Andrea Lekies

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