7 Dinge, die wirklich gemeint sind, wenn Kunden sagen, sie haben kein Geld

von , zuletzt aktualisiert am 03. Februar 2020

Wenn Sie schon eine Weile im Business sind, erhalten Sie früher oder später E-Mails wie diese hier:

Ihr Angebot ist so großartig, ich wünschte, ich könnte es mir leisten!

Eines Tages werde ich mit Ihnen arbeiten … ganz sicher!

Im Moment (Weihnachten, Ostern, Ende des Monats, Anfang des Jahres) geht es einfach nicht. Aber sobald wieder mehr Geld da ist, bin ich bei Ihnen!

Gut möglich, dass Ihnen der Gedanke kommt, ob Ihr Kurs oder Coaching zu teuer ist.

Lassen Sie uns darüber sprechen. Was diese E-Mails tatsächlich bedeuten. Was Sie tun sollten – und was nicht.

Was Sie keinesfalls tun sollten, wenn Kunden sagen, sie haben kein Geld

Ist Ihre Preise zu senken. Im Gegenteil.

Denn der umgekehrte Fall stimmt leider auch: Hören Sie nie, dass sich jemand Ihr Angebot nicht leisten kann, ist es sehr, sehr, sehr wahrscheinlich, dass Sie Ihre Preise erhöhen sollten.

Ihr Angebot ist nicht für jeden geeignet. Oder sollte es zumindest nicht.

Folglich kann auch der Preis nicht für jeden der richtige sein. Was ich nicht haben will (oder wovon ich nicht verstehe, warum es mir etwas bringen sollte), das ist immer zu teuer, oder?

Was mich zu zwei Prämissen führt, wollen Sie verstehen, was tatsächlich gemeint ist, wenn Kunden sagen, sie haben kein Geld.

Prämisse #1: Menschen die wirklich kein Geld haben, wollen nicht „diese Sache“

Die einzigen Menschen, die wirklich kein Geld haben, sind diejenigen, die tatsächlich keines haben. Keins. Im Sinne von: Wenn sie von etwas träumen, haben diese Träume mit den Basics im Leben zu tun.

Nicht mit unserem Planungskurs. 

Oder mit unserem Coaching.

Diese Menschen erwarten auch nicht, in näherer Zukunft zu Geld zu gelangen.

Weshalb sie normalerweise nicht im Internet nach Dingen suchen, die sie sich nicht leisten können.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Doch grundsätzlich quälen wir Menschen uns nicht selbst unnötig, indem wir unsere Nase vor das Schaufenster mit Sachen drücken, die wir nicht haben können.

Prämisse #2: Menschen die wirklich kein Geld haben, sprechen nicht darüber. Öffentlich.

Denn das Gefühl kein Geld zu haben, ist nicht schön. Und ich weiß das so genau, weil ich es durchaus kenne.

Diese Menschen senden keine E-Mails, die diesen Zustand auch noch öffentlich dokumentieren. Sie schweigen. Oder sie werden kreativ.

Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Menschen die sagen, dass sie sich Ihre Sache nicht leisten können, sagen nicht die ganze Wahrheit. Sie lügen nicht notwendigerweise.

Die Dinge sind nur etwas komplexer, als sie es in ihrer E-Mail an Sie ausdrücken.

Das ist wirklich gemeint, wenn Kunden sagen, sie haben kein Geld

Grund #1: Ich habe ein schlechtes Gewissen

Ich habe schon so sehr von deinen Gratis-Informationen profitiert und noch nie etwas gekauft. Jetzt fühle ich mich deshalb schlecht. Ich will mich nicht schlecht fühlen. Deshalb ist das eine wirklich gute Erklärung.

Grund #2: Ich habe Angst vor einer neuen Enttäuschung

Die letzten x vergleichbaren Kurse oder Coachings, die ich gekauft habe, waren ein Reinfall. Ich fühle mich wie ein Idiot, weil ich auf diesen Scam hereingefallen bin. Ich hätte es besser wissen müssen. Jetzt traue ich mich nicht, das Risiko einzugehen.

Grund #3: Ich habe Angst, nicht umzusetzen

Ich habe ein halbes Dutzend solcher Kurse, Coachings, Trainings schon gemacht. Und ich habe mich nicht einen Zentimeter bewegt. Nichts getan. Nichts umgesetzt. Nichts erreicht. Ich traue mir selbst nicht. Was, wenn es diesmal wieder genauso ist?

Grund #4: Ich habe schon zu viel Geld ausgegeben

Mein Partner ist bereits ziemlich sauer, weil ich in der letzten Zeit zu viel Geld ausgegeben habe. Nicht für Kurse. Aber für Dinge, die nur für mich waren. Und deshalb kann ich unser Konto jetzt nicht weiter belasten.

Grund #5: Ich habe andere Prioritäten

Diese Sache hat für mich einfach keine besondere Priorität. Ich sage zwar, dass ich ein echtes Business haben will. Aber am Ende ist es nicht so wichtig, dass ich den Preis dafür bezahlen will. Ich möchte es lieber langsam angehen lassen. Aber das klingt nicht so gut …

Grund #6: Ich habe ein Geld-Ding

Ich denke, dass ich für mich nicht so viel Geld ausgeben kann. Das habe ich noch nie getan. Das ist schräg, das ist mir bewusst. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. (Und ich ahne, dass ich deshalb zu wenig Geld verdiene.)

Grund #7: Ich denke, mein Business muss erst Geld bringen, bevor ich etwas ausgeben kann

Ich wirtschafte nicht wie ein Unternehmer, der sich fragt, wie er sein Business voran bringen kann, sondern wie ein Angestellter. Da bekam ich mein Gehalt am Ende des Monats. Und das habe ich ausgegeben. Ich möchte es jetzt genauso halten. Damit fühle ich mich wohler.

Fazit: 

Diese Menschen haben Geld. Sie geben es lediglich für andere Dinge aus, als für Ihr Angebot.

Das macht sie keineswegs zu schlechten Menschen. Doch es wäre fatal, wenn Sie Ihr Business hinterfragen für Gründe, die nicht mit Ihrem Business zu tun haben.

Oder wenn Sie sich schlecht fühlen, weil Sie Geld verdienen.

 

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Was Menschen tun, die wirklich kein Geld haben

Menschen, die wirklich kein Geld haben, finden sich entweder damit ab, dass diese Sache jetzt für sie nicht zu haben ist. Sie wissen, dass ihre Situation jetzt so ist und nicht anders.

Sie träumen nicht von Ihrem Kurs oder Coaching, wie sie nicht von einer Kreuzfahrt träumen. Siehe oben …

Oder … diese Menschen werden kreativ.

Sie wissen, dass da eine Steuernachzahlung auf sie wartet. Und die planen sie dafür ein. Oder eine Erbschaft. Sie verkaufen ihr Auto, ihr Motorrad, ihr Tafelsilber.

Zuweilen verzichten sie auf den üblichen Urlaub.

Sie nehmen einen Kredit auf.

Oder sie sparen sehr, sehr ernsthaft für eine lange Zeit.

Sie melden sich vom Fitnessstudio ab.

Sie gehen nicht mehr auswärts essen.

Sie verzichten auf den geliebten Latte oder die finanziellen Zuwendungen für das lokale Tierheim.

Sie nehmen einen Mini-Job an.

Wir hatten Kunden, die die Teilnahme an einem Kurs mit monatlich 50 Euro abzahlten, weil sie davon überzeugt waren, dass er ihnen unendlich viel für ihr Business bringen würde.

Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten?

Sie haben drei Möglichkeiten. Und alle drei hängen davon ab, an welcher Stelle Sie sich mit Ihrer Firma und Ihrem Marketing befinden.

Möglichkeit #1: Sie tun gar nichts. 

Sie wissen, Ihre Preise sind o.k., weil die Mehrheit Ihrer Kunden Ihnen genau das sagt. Oder weil Sie durchaus eine angemessene Anzahl von Verkäufen regelmäßig tätigen.

Möglichkeit #2: Sie bieten Ratenzahlung an. 

Viele Solo-Unternehmer fühlen sich mit monatlicher Zahlung wohler, weil es das gefühlte Risiko senkt. Die Jahresmitgliedschaft in unserer Unternehmer-Community Powerhouse ist viel günstiger, als die monatliche Rate.

Dennoch wählen Mitglieder diese Form der Zahlung.

Wenn Ihre Kunden überwiegend sehr neu im Business sind, ist das ein wichtiger Aspekt. Denn unser Investitionsverhalten ändert sich erst langsam mit den Jahren als Unternehmer.

Möglichkeit #3: Sie überprüfen Ihr Marketing. 

Ob wir einen Preis als angemessen oder nicht betrachten, hat mit dem gefühlten Wert einer Sache zu tun. Wenn ich diesen Wert nicht erkenne, ist kein Preis angemessen.

Gut möglich, dass Sie an dieser Stelle noch mehr tun können, um Kunden den gefühlten Wert Ihrer Sache zu zeigen.

Mit wirklich guten Testimonials.

Indem Sie die zu erzielenden Ergebnisse stärker betonen.

Oder indem Sie das gefühlte Kaufrisiko senken. 

Voilà … hier haben Sie es.

Keine grauen Haare mehr, keine Sorgen.

Wenn Ihnen danach ist, verbessern Sie Ihr Marketing, was nebenbei immer eine gute Idee ist. Aber sonst verschwenden Sie keinen Gedanken mehr daran.

Antworten Sie nicht auf derartige E-Mails. Rechtfertigen Sie sich nicht. Und ärgern Sie sich nicht über die Menschen, die Ihnen schreiben.

Üblicherweise sind es Menschen, die nett zu Ihnen sein wollen, weil sie die Notwendigkeit sehen, sich zu rechtfertigen.

Und wer weiß? Mit dem nächsten Kurs, Workshop oder Training von Ihnen könnte sich schon alles ändern.

Zusammenfassung

Und hier haben Sie es … 7 Dinge, die wirklich gemeint sind, wenn Kunden sagen, sie haben kein Geld. Ich weiß, die Versuchung ist groß, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Oder sich zu fragen, was Sie falsch gemacht haben.

Wahrscheinlich ist, dass Sie alles richtig machen. Zuweilen kommen wir zum falschen Zeitpunkt mit dem falschen Angebot.

Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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