Das Problem mit Zahlen, die man nicht erreicht

von , zuletzt aktualisiert am 15. März 2021

Zahlen die man nicht erreicht sind frustrierend. Sehr frustrierend.

Und dennoch sind sie etwas, woran Sie sich als Unternehmer gewöhnen müssen.

Mit einer Ausnahme – Sie haben keine Pläne für Ihre Firma und sind leicht zufriedenzustellen.

Ist das nicht der Fall, müssen Sie lernen, mit unerreichten Zielen umzugehen.

Sie hören immer wieder, sie könnten leicht eine Firma gründen.

Und noch unkomplizierter Millionen scheffeln ohne die wohl-manikürten Fingernägel auch nur im mindesten dreckig zu machen.

Doch irgendwann stellen Sie ernüchtert fest:

Niemand meldet sich bei Ihnen von selbst

Und niemand hat Ihnen gesagt, dass Sie neben Taktiken, Techniken und Strategien noch etwas anderes benötigen, wenn Sie sich selbständig machen.

Dieses andere ist Resilienz. 

Meine Oma würde sagen: Elefantenhaut.

Was nicht ganz stimmt, weil die Haut von Elefanten sehr empfindlich ist. Doch Sie wissen, was ich meine.

Wer nicht komplett ambitionslos ist und nicht alles macht, was Kunden Anrufer nachfragen, fühlt sich als Selbständiger oft wie ein Teenager, der auf das Telefon starrt in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen.

Um vernünftigen Umsatz zu erzielen, müssen Sie vernünftig was tun

Es melden sich ab und zu Kunden. Und wenn Ihre Webseite großartig ist, melden sich eine Menge Kunden. Aber bis das der Fall ist, kann viel Zeit vergehen.

Wir hatten bis jetzt das Glück, das kein Launch für neue Kurse ein Komplett-Reinfall war. Aber wir hatten anfangs (als wir nicht im Ansatz wussten, was wir taten) Launches, bei denen weniger herauskam als wir pessimistisch planten.

Und ich kann mich an viele Male erinnern, als ich Angebote für Trainings oder Consulting versendete und keine Antwort bekam. Ich fragte nach, wurde vertröstet, fragte wieder nach, wurde wieder vertröstet, fragte wieder nach.

Bis ich nicht mehr nachfasste.

Ich machte damals jeden verantwortlich:

Meine Kunden, weil sie so ignorant waren nicht zu sehen, dass mein Training so großartig ist. Meine Eltern, weil sie mich nicht auf eine bessere Schule geschickt hatten, damit ich gleich mit der Muttermilch Marketing lernte. Meine Region, weil sie so wenig für Einzelunternehmer tat. Meinen ersten Ehemann, weil der nicht erkannte, was für ein Genie ich war …

Was ich mich damals nicht fragte, war: Was machen andere anders, bei denen es besser läuft?

Die Antwort auf diese Frage ist so vielfältig, wie die Menschen, die sich selbständig machen.

Und wir könnten uns munter einige Wochen darüber unterhalten und wie Sie Ihre Passion in Profit verwandeln (was wir in unserer Unternehmer-Community auch wirklich tun …).

Doch die Kurzversion lautet:

Wenn Sie ein Business haben, erreichen Sie Ihre Zahlen wieder und wieder nicht

Das ist normal.

Sollten Sie deshalb aufhören, zu planen?

Sollten Sie es deshalb laufenlassen?

Sollten Sie deshalb einfach mal so arbeiten?

Keinesfalls.

Denn das führt geradewegs zum Gegenteil dessen, was Sie wollen. Wenn Sie mehr Kunden gewinnen, Ihren Umsatz steigern, das gefürchtete Sommerloch vermeiden wollen – müssen Sie planen.

Sie benötigen konkrete Umsatz-Ziele, denn nur dann wird das Wunderwerk zwischen den Ohren anfangen, genau das zu erdenken, was ES braucht, um genau dieses Ziel zu erreichen.

Es braucht ein Wie viel vor dem Wie.

Das heißt nicht, dass uns allein eine gekritzelte Zahl von den Unternehmerqualen erlöst. Doch es ist ein wichtiger Anfang. Denn es hilft Ihnen dabei, bessere Entscheidungen zu treffen.

Wollen Sie 10.000 Euro, verdienen, benötigen Sie andere Marketing-Aktivitäten, als wenn Sie 80.000 Euro verdienen wollen. Für beide Ziele gilt jedoch: Die Zahl macht das Ziel konkreter.

Und wenn Sie diese Zahlen beim ersten Mal nicht erreichen – was sehr wahrscheinlich ist – hilft es nach meiner Erfahrung ungemein, wenn Sie drei Dinge tun:

Ding #1:

Genehmigen Sie sich eine Flasche Rotwein Ihrer Wahl, dazu eine Familienpizza mit allem und eine Packung Baskin & Robbins Pralines & Cream. (Es gibt noch andere Sorten. Diese ist mein Favorit.)

Und am nächsten Morgen machen Sie weiter.

Haken Sie es ab.

Lernen Sie damit zu leben, sonst macht es Sie fertig. Das passiert jedem Unternehmer, der länger als 30 Tage selbständig ist. Es sagt Ihnen nur niemand.

Ding #2:

Lernen Sie, wie Menschen kaufen. Das lernen Sie am schnellsten, indem Sie selbst kaufen.

Keine Klamotten, sondern Kurse. Denn Sie studieren eine Webseite plötzlich aus dem Blickwinkel eines Kunden. Sie lesen ein Angebot mit den Augen eines Kunden. Sie erwerben eine Sache mit dem brennenden Wunsch eines Kunden, der will, dass dadurch etwas geschieht und besser wird.

JETZT.

Und Sie werden verstehen, was Ihre Kunden bei Ihnen vermissen. Zumindest etwas.

Ding #3:

Setzen Sie um. Es muss nicht immer gleich eine neue Webseite sein oder High End Splittesting.

Aber eine bessere Beschreibung dessen, was Sie tun, sodass Kunden ES begreifen. Mehr Liebe zum Detail beim Newsletter, sodass Leser bemerken, dass Sie sich kümmern.

Was eine gute Sache ist.

Es gibt viele Möglichkeiten

Zahlen die man nicht erreicht sind frustrierend. Und auch wieder nicht. Denn sie sind ein Ansporn. Tun Sie nur eines bitte nicht:

Warten, dass jemand anruft. Sie können etwas und es ist Ihre Pflicht, mehr zu tun. Für sich und für Ihre Kunden.

Und wenn Sie nicht wissen, wo Sie starten sollen – unser kostenloser Mini-Kurs ist ein guter Anfang. Fangen Sie jetzt an.

Das Leben ist zu kurz.

Zusammenfassung

Zahlen die man nicht erreicht, kommen in jedem Business vor. Entscheidend ist, sich damit nicht zu arrangieren, sondern Ursachenforschung zu betreiben.

Denn es gibt immer Hebel, etwas schnell zu verändern.

Die Frage ist: Machen Sie sich auf den Weg, das zu tun?

 

 

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest