Einen starken 1. Eindruck hinterlassen, wenn Sie einen Raum betreten

von , veröffentlicht am 06. Mai 2019

Stellen Sie sich vor, es ist Sonntagnachmittag.

Und Sie befinden sich in Afrika.

Sie sind ein Massai, haben Ihren leuchtend roten Umhang umgelegt und spazieren durch die Savanne um Ihr Dorf.

Sie genießen die Ruhe und den leichten Wind, der über Ihr Gesicht streift.

Plötzlich stehen Sie einem Löwen gegenüber.

Sie haben den Löwen erst im letzten Augenblick gesehen und offensichtlich bei etwas gestört…

Was tun Sie?

Sie sind kein Massai und es ist unwahrscheinlich, dass Sie beim Spaziergang einem Löwen begegnen. Dennoch…

…haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, bevor Sie zu einem Termin gehen, Sie würden sich in die Höhle des Löwen begeben?

Alles ist neu, ungewohnt und die Menschen sind Ihnen unbekannt. Sie sind kein ängstlicher Mensch, doch das kann für Verunsicherung sorgen. Und aufgrund dieser Verunsicherung senken Sie womöglich etwas Ihren Blick. Sie gehen nicht mehr ganz so aufrecht.

Und Ihr Gang ist ein wenig zögerlicher, als sonst.

Doch das Problem ist: Sie müssen Autorität und Selbstsicherheit ausstrahlen, wenn Sie verkaufen.

Jetzt kommt unser Massai wieder in´s Spiel. Wenn ein Massai einem Löwen begegnet, versucht er nicht, sich kleiner oder unsichtbar zu machen.

Im Gegenteil. Er macht sich noch größer und geht auf den Löwen zu. Selbst wenn er sich im Revier des Löwen befindet, sagt seine Körpersprache: Hier ist mein Territorium.

Was heißt das für Sie?

Füllen Sie den Raum, den Sie betreten…

…und zwar mit Ihrer Präsenz.

Egal, wie mulmig Ihnen zumute ist, wie fremd die Umgebung ist und egal, wer im Raum ist: Verhalten Sie sich so, als wäre es Ihr Raum und als wären Sie der Gastgeber. Nehmen Sie sich vor dem Eintreten einen Augenblick Zeit, falls Ihnen mulmig ist und sammeln sich, um ein sicheres Gefühl zu gewinnen.

Denken Sie daran, dass die anderen wahrscheinlich ebenfalls etwas unsicher sind. Wenn Sie natürlich-selbstbewusst auftreten, helfen Sie den Mitanwesenden, sich sicherer zu fühlen.

Steuern Sie nicht ziellos umher.

Gehen Sie auf die Leute zu und kommen Sie mit ihnen ins Gespräch. Seien Sie neugierig. Stellen Sie Fragen, woher sie kommen, was sie machen usw. Um leichter ins Gespräch zu kommen, hier weitere Tipps, die Sie beim Smalltalk vor einem Meeting oder vor einer Konferenz nutzen können.

Wie Sie auf einer Konferenz oder einem Meeting mit Teilnehmern leicht ins Gespräch kommen

  • Wenn sich Ihnen jemand vorstellt, prägen Sie sich den Namen ein – und benutzen Sie ihn! Sie zeigen damit Respekt und bauen eine ehrliche Beziehung auf.
  • Schmeißen Sie nicht mit Visitenkarten um sich, als wollten Sie Lose verteilen. Warten Sie auf den richtigen Augenblick. Wenn die Menschen sich mit Ihnen wohlfühlen, fragen sie außerdem von ganz allein nach Ihrer Visitenkarte.
  • Schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen. Und zwar einen Tick länger, als es angenehmen ist.
  • Machen Sie keine Witze, versuchen Sie nicht lässig zu wirken, und spielen Sie nicht nervös an Ihrer Kleidung oder Ihren Haaren.
  • Geben Sie höchstens fünf Personen die Hand, sonst wird das Händeschütteln nervig. Wenn mehr Personen im Raum sind, begrüßen Sie die anderen mit einem Kopfnicken.
  • Sprechen Sie nicht über den starken Verkehr, das schlechte Wetter oder andere unangenehme Dinge. So etwas will niemand hören und es gibt genügend schöne Dinge, über die man sprechen kann.
  • Unterlassen Sie es, die Aussagen Ihres Gegenübers zu interpretieren oder zu bewerten. Das wirkt besserwisserisch und desinteressiert. Hören Sie zu und stellen Sie Fragen, die sich auf die Antworten Ihres Gesprächspartners beziehen.

Damit zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner, dass er Ihnen wichtig ist und dass Sie gern mit ihm sprechen. Und wer würde mit so jemandem nicht sprechen und vielleicht auch Geschäfte machen wollen?

Zusammenfassung

Wenn Sie einen starken ersten Eindruck hinterlassen wollen, müssen Sie überzeugend und überzeugt auftreten.

Das ist manchmal schwieriger gesagt als getan. Da hilft nur Übung und der Tipp von Amy Cuddy für mehr Selbstbewusstsein: Hände in die Hüften, fester Stand, zwei Minuten wie ein Fels in der Brandung so stehen bleiben.

Und bloß keine Angst zeigen…

 

 

Noch Lust auf einen „Nachschlag“? Sehr gerne.

Lesen Sie: Angst als Selbständige oder Freiberufler: Sie denken, Sie können es nicht? Tun Sie es trotzdem …

Mike Lekies

Hallo, ich bin Mike, Business-Coach und -Stratege mit 24-jähriger Verkaufserfahrung. Ich liebe es, Neues zu probieren und Unbekanntes zu entdecken. Ich glaube, dass man sich Neugier ein ganzes Leben lang bewahren sollte.Folgen Sie uns auf Pinterest

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