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Selbständig arbeiten: 3 Fragen für die Balance zwischen gut und knapp daneben

von , zuletzt aktualisiert am 04. Oktober 2018

Wenn Sie selbständig arbeiten, hören Sie womöglich Tipps für mehr Produktivität.

Und Sie erfahren, dass Sie nicht perfektionistisch sein dürfen. Dass Sie nicht zu viel Zeit mit einer Sache verbringen dürfen.

Wieder andere empfehlen, dass Sie sich durchbeißen müssen, um genug Kunden zu finden. Dass Normalniveau nicht ausreicht, um die Auftragsbücher zu füllen.

Doch was ist jetzt richtig?

Perfektionismus oder Pareto-Prinzip? Genügend oder großartig?

Die richtige Antwort auf diese Frage lautet: Es kommt darauf an. Nämlich auf mindestens drei Kriterien.  Die richtige Antwort auf die Frage:

„Wie perfekt sollte ich in meiner Arbeit sein?“, ist vergleichbar mit der Frage nach der richtigen Kleidung. Es gibt Umstände, da reicht eine saubere Jeans und ein loch-freies T-Shirt, um einen guten Eindruck zu machen.

Und dann wieder ist das beste Outfit gerade gut genug.

Damit Sie die Frage nach der richtigen Balance bei Ihrer Arbeit beantworten können, haben wir drei Fragen, die Ihnen dabei helfen.

Frage #1: Wer sind Ihre Kunden?

Wenn Sie Buchhaltung-Services oder Finanzdienstleistungen anbieten, ist mehr Perfektionismus immer sinnvoll. Und zwar bei allem, was Sie tun.

Ob Sie ein Angebot versenden, eine Webseite erstellen oder einen Flyer zur Kundengewinnung entwerfen.

Denn Ihre Kunden betrachten das, was Sie von Ihnen sehen als eine Art „Pars pro Toto“.

Wikipedia beschreibt es als Ein Teil [steht] für das Ganze. Das Prinzip des Pars pro toto kann als sprachliches Phänomen eine rhetorische Figur bezeichnen, aber auch praktisch als gesellschaftliche oder psychologische Handlungsweise und insbesondere als Form des Fetischismus verstanden werden.

Und das bedeutet ganz praktisch:

Wenn eine zeitliche Zusage nicht eingehalten wird, wenn Angebote nicht äußerst pünktlich (besser verfrüht) abgegeben werden, wenn die Webseite oder E-Mails vor Fehlern staken, wenn die Benutzerführung schlecht ist …

Rechnen Kunden von dieser Tatsache hoch auf andere Services.

Sie fragen sich: Wie ist dann erst xxx? Womöglich tun sie das nicht bewusst, so doch unbewusst.

Anders ist es, wenn der Betreiberin einer Hundepension die Formatierung nicht ganz so glänzend gelingt. Oder die Webseite nicht den neuesten Schnick&Schnack aufweist.

Für Kunden ist es wichtiger, wie groß ihr Herz für Hunde ist, als ihre Design-Kenntnisse.

Was tun?

Kennen Sie Ihre Zielkunden. Wenn das nicht möglich ist, machen Sie sich klar, mit wem Sie NICHT zusammenarbeiten wollen. 

Frage #2: Wie wichtig ist die Sache?

Wenn Sie einen Artikel auf Ihrer Webseite schreiben, sollte der gut sein. Aber er muss nicht perfekt sein. Angst vor Perfektionismus ist ein Grund, warum so viele das Bloggen oder Schreiben nach kurzer Zeit aufgeben.

Anders ist es, wenn der Artikel nicht auf der eigenen Webseite erscheint und Sie keinen Einfluss auf Korrekturen haben. Plus – die Mühe, die Sie sich beim Erstellen von Gastartikeln geben, kann sich auch Jahre später noch auszahlen.

Beispielsweise bei zwei Artikeln von uns im Blog von Thomas Kilian. 

Thomas‘ Aufstellung der meistgelesenen Artikel auf seiner Webseite ist von März 2015. Die beiden meistgelesenen Gast-Artikel sind aus März 2008 (bitte das Foto von mir gedanklich schwärzen …) und aus Juni 2009.

Was potentiellen Kunden zwei Dinge zeigt:

a. wie lange jemand bereits im Business ist und

b. wie hochwertig seine Arbeiten sind.

Weshalb sich die Mehr-Mühe für uns durchaus ausgezahlt hat.

Frage #3: Wie groß sind die Auswirkungen?

Hier geht es darum, was passiert, wenn etwas nicht perfekt ist.

Fragen Sie sich: Was ist das Schlimmste, das geschehen kann?

Ein Rechtschreibfehler im Newsletter ist für Ihre Kunden eher kein Beinbruch. Es sei denn, der Fehler betrifft den Preis eines Angebots. Ein Kommafehler ist kein Problem. In der Buchhaltung kann er fatale Folgen haben.

Selbst eine fehlende oder falsche Adresse kann Kunden kosten. Doch wie viel Aufwand muss man einer Sache denn nun widmen?

Selbständig arbeiten – ein Praxistipp

Legen Sie fest, was so wichtig ist, dass es nahezu-perfekt rausgehen sollte. Und dann führen Sie ein Mehr-Augen-Prinzip ein.

Wenn Sie selbständig arbeiten und alleine sind (was das Mehr-Augen-Prinzip erschwert), drücken Sie NIEMALS am selben Tag auf GO, beispielsweise, wenn Sie einen Newsletter versenden.

Warten Sie mindestens 24 Stunden und führen Sie eine Endkontrolle durch. Dadurch fallen Flüchtigkeitsfehler oder missverständliche Formulierungen eher auf.

Wenn Sie das nächste Mal abwägen, wie viel Perfektionismus für eine Aufgabe notwendig ist, stellen Sie sich diese 3 Fragen.

Zusammenfassung

Wenn Sie alleine arbeiten kann das zuweilen für Verunsicherung sorgen. Sie fragen sich, ob Sie von diesem zu viel oder von jenem zu wenig machen. Und das ist verständlich.

(Übrigens ist das einer der Gründe, warum wir unsere Unternehmergemeinschaft, das Powerhouse in das Leben gerufen haben …).

Doch auf die meisten Dinge gibt es keine absolute Antwort, sondern „es kommt darauf an“. Bleiben Sie also entspannt – und lesen Sie weiter unsere Tipps, wie Sie Ihre Ziele erreichen 😉

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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