Weniger Anfragen als Berater: Ein altes Problem wird sichtbar

Früher reichten zehn Anfragen für drei Aufträge – die sieben Absagen fielen kaum auf.

Heute kommen vielleicht noch fünf Anfragen, und am Ende bleibt oft nur ein Auftrag übrig.

Das Gefühl: Der Verkaufsprozess funktioniert plötzlich nicht mehr richtig.

Tatsächlich war das Problem schon vorher da.

Weniger Anfragen zeigen jetzt nur das Ausmaß des Problems

Es ist wie bei einem Eimer mit einem kleinen Loch: Solange oben genug Wasser nachläuft, fällt das Leck nicht auf – der Wasserstand bleibt gleich, vielleicht läuft sogar etwas über.

Erst wenn weniger nachkommt, sinkt der Wasserstand sichtbar und die erste Reaktion lautet meist: mehr Wasser, mehr Anfragen, mehr Reichweite.

Klingt logisch, ist aber der falsche Hebel: Das Loch ist nicht neu entstanden, es war einfach nur nie sichtbar.

Bei vielen erfahrenen Beratern lief es lange ähnlich: Anfragen kamen über Empfehlungen und bestehende Netzwerke, Vertrauen war schon da, und ein oberflächliches Gespräch reichte oft für den Auftrag.

Nicht das Gespräch hat verkauft – die Bedingungen waren einfach schon günstig. Verkaufen musste dabei nie wirklich systematisch gelernt werden.

 

 

Im Video geht es um drei Fragen, die vor jedem Angebot beantwortet sein sollten:

1. Warum gerade jetzt? Was hat die Anfrage ausgelöst, und was passiert, wenn sich nichts ändert?
2. Wie groß ist das Problem wirklich? Welche konkreten Folgen hat es im Alltag – zeitlich, finanziell, für Entscheidungen?
3. Wer entscheidet mit? Wer ist intern beteiligt, und was muss vor einer Entscheidung noch passieren?

Ohne klare Antworten bleibt eine Anfrage nur eine interessante Anfrage – kein konkretes Projekt.

Ein Angebot kann diese Lücke nicht schließen: Es dokumentiert eine bereits vorbereitete Entscheidung, es kann sie nicht erst herbeiführen.

Wird es trotzdem verschickt, wirkt selbst ein fairer Preis schnell zu hoch, weil Nutzen und Dringlichkeit für die Gegenseite unsichtbar bleiben.

Im Video erfahren Sie, wie Sie diese drei Punkte im Erstgespräch klären, ohne wie ein Verhör zu wirken und wie Sie den nächsten Schritt aktiv steueren, ohne den Kunden zu drängen.

Auch ein Nein darf dabei ein Ergebnis sein: enttäuschend vielleicht, aber klar.

 

Was könnten Sie jetzt tun?

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