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Fünf Strategien gegen das Gefühl von Überforderung im Business

von , veröffentlicht am 22. September 2019

Das Gefühl, von seinen Aufgaben erdrückt zu werden gehört zum Leben eines Solo-Unternehmers dazu, richtig? Vielleicht. Es wird immer etwas geben, das wir in unserer Firma tun können.

Doch eine üppige To-do-Liste zu haben oder sich konstant überlastet zu fühlen, sind zwei verschiedene Paar (Unternehmer-) Schuhe.

Ich nenne Ihnen die wirklichen Gründe, die zum Gefühl von Überlastung führen. Und ich zeige fünf Strategien, die dabei helfen, das dieses Gefühl nicht die Oberhand behält …

Die wahren Gründe von Überforderung im Business

Sie kennen es: Das Gefühl, dass Ihnen Ihr Business über den Kopf wächst, egal, wie viele Stunden Sie arbeiten. Sie kommen einfach nicht hinterher.

Die Rede ist von Überforderung oder amerikanisch-englisch „Overwhelm“.

Doch die wahren Gründe von Überforderung im Business liegen nicht in der Menge der Arbeit. Wir benötigen ganz einfach gute Strategien, um das Gefühl von Kontrolle zu behalten.

Solche Strategien haben wir für uns erarbeitet und erfolgreich etabliert.

Denn in unserem Team ist ADHS. Das bedeutet, die Grenze zwischen gähnender Langeweile und Überforderung ist extrem schmal. Deshalb eignen sich diese Tipps sehr gut auch für Menschen ohne ADHS.

Starten wir mit dem einfachsten.

Strategie 1: Selbstzweifel überwinden durch einen Timer

Überforderung verbirgt sich oft hinter der Maske von Zweifeln. Wir bezweifeln, dass wir einen Punkt auf unserer To-do-Liste tatsächlich tun können. Wir bezweifeln, dass wir smart genug sind. Wir zweifeln an unseren Kenntnissen und an unseren Fähigkeiten.

Insbesondere dann, wenn es sich um kreative Aufgaben handelt.

Wenn also etwas zu tun ist, dass neu ist und sich groß anfühlt, geht die bekannte Stimme im Kopf an: „Du kannst das nicht, das ist zu viel, das ist zu schwer, das hast du noch nie gemacht.“

Und solange wir das denken, kämpfen wir gegen dieses Gefühl. Die Folge – wir knicken immer wieder ein – und der Kreislauf startet von vorne. So geraten wir nie in einen Flow, einen Arbeits-Flow.

Trick Nummer 1 lautet darum:

Nehmen Sie sich einen Timer und stellen ihn auf eine Zeitspanne zwischen 25 und 50 Minuten.

Ihre optimale Spanne finden Sie mit der Zeit heraus. Arbeiten Sie in dieser Zeit konzentriert an einer Aufgabe. Kein Facebook, kein Social Media, kein Telefon. Klingelt der Wecker machen Sie eine kurze Pause. Danach starten Sie erneut.

Absolvieren Sie zwei bis drei dieser Intervalle, jeweils mit kurzen Pausen, und dann machen Sie eine etwas längere Pause. Zwei bis drei dieser hoch-produktiven Stunden reichen vollkommen.

Sie müssen keineswegs acht Stunden am Stück arbeiten. Und es geht auch gar nicht. Das Gute daran, wenn Sie einmal im Tun sind machen Sie fast automatisch weiter. Und die Selbstzweifel lösen sich auf.

Ein weiterer Pluspunkt: Sie sehen, wie schnell die Zeit vergeht. Und Zeit ist das Wichtigste, dass wir Unternehmer haben.

Wer begreift, dass Zeit wichtiger ist als Geld, ist auf dem Weg vom Selbständigen zum Unternehmer. 

Sehr hilfreich für dieses konzentrierte Arbeiten sind übrigens auch „Noise Cancelling Kopfhörer“, die Umgebungsgeräusche stark abschwächen. Zugegeben, diese Kopfhörer sind mit ca. 300 Euro nicht ganz billig.

Aber jede einzelne Stunde, die wir produktiv sind, ist als Unternehmer Geld wert.

Als Selbständiger die Produktivität steigern. Die Timer Technik

Strategie 2: Mangelndes Wissen erkennen und Hilfe holen

Mangelndes Wissen betrifft selten die riesigen Dinge. Oft sind es ganz einfache Sachen, wie: „Wie erstelle ich eine sinnvolle Beschreibung auf meiner Homepage?“

Eine, die Kunden auch dazu bewegt, den nächsten Schritt zu machen. Im ersten Moment denken wir vielleicht, das ist eine Kleinigkeit. Aber instinktiv wissen wir, es ist eben keine Kleinigkeit, weil es wichtig ist.

Noch gravierender wird es bei dem großen Thema, als Solounternehmer voranzukommen. Wenn wir nicht wissen, was die einzelnen Schritte sind, um unser Geschäft erfolgreich zu machen, was passiert?

Wir sitzen da – und tun nichts. Wir sind gelähmt.

Nicht wissen führt also zu nicht tun. Und manchmal ist es gar nicht so einfach zu verstehen, dass uns einfach ein Baustein fehlt.

Der einfachste Tipp dafür ist die folgende Frage: „Welches Wissen fehlt mir an dieser Stelle?“ Beziehungsweise: „Wer könnte es mir verschaffen?“

Übrigens haben wir auch aus diesem Grund die Powerhouse Community ins Leben gerufen. Dort können Sie rund um die Uhr mit Leuten sprechen, die sich solche Fragen schon einmal gestellt und für sich beantwortet haben.

Mehr zur Powerhouse Community

Strategie 3: Baby Steps

Sie kennen sicher die Formulierung, dass die meisten Aufgaben einer To-do-Liste in Wirklichkeit große Projekte sind.

Ein Beispiel ist das Schreiben eines Newsletters: Thema überlegen, Betreffzeile schreiben, den eigentlichen Bodytext erstellen, in die Newsletter-Software übertragen, auf den passenden Artikel verlinken. Und ganz schnell ist aus einer kleinen Aufgabe – Newsletter schreiben – eine Riesensache geworden.

Um das strukturiert abhandeln zu können, helfen Checklisten. Denn sie bieten eine Art vorgefertigtes Skript.

Ich muss den Punkten nur folgen, um mich von Schritt zu Schritt zu hangeln. Und das Schöne daran: Mit jedem Schritt, den ich abarbeite, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Aufgabe auch zu Ende führe.

Dieser Effekt heißt „Zeigarnik-Effekt“.

Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel auf TelefonArt: Versuchen Sie das nur, wenn Sie etwas zu Ende bringen wollen.

Checklisten stellen sicher, dass Sie das wirklich Notwendige tun. Und dass es auch wirklich getan wird. Und Checklisten entlasten. Denn sie befreien von gedanklichem Ballast, bei dem Sie sich immerzu fragen: “Habe ich an alles gedacht? Muss ich das noch machen?“

Diese ganze Arbeit wird dem Gehirn abgenommen. Und diese Entlastung sorgt dafür, dass Sie mehr Raum für Kreativität haben. Checklisten fördern somit Kreativität und verhindern sie nicht.

Ein weiterer Aspekt: Checklisten sparen Zeit.

Wo keine Fehler passieren müssen auch keine korrigiert werden.

Außerdem können Sie damit Ihre Firma steuern und wachsen. Denn wenn Sie Ihre Aufgaben beschreiben, können Sie sie an virtuelle Assistenten oder Mitarbeiter outsourcen. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass Sie sich nicht so überlastet fühlen. Und so ist wiederum Wachstum möglich.

Checklisten helfen auch beim Qualitätsmanagement oder der Qualitätssicherung. Wenn wir eine Aufgabe schon öfter gemacht haben, denken wir leicht, dass wir es ja gut können. Und schon schleichen sich Fehler ein.

Mehr dazu erfahren Sie im Buch Das Checklist Manifesto

Strategie 4: Überblick behalten

Damit meine ich den Überblick, der wie ein roter Faden in Ihrer Firma agiert.

Natürlich können Sie nicht haarklein wissen, wie Ihre Firma in fünf Jahren aussieht. Aber es muss eine Idee vorhanden sein. Sonst passiert, was als „Bright Shiny Object Syndrome“ bezeichnet wird.

Sie schnappen alles auf, was auf den ersten Blick vielversprechend aussieht. Aber nichts davon bringt Sie Ihren wirklichen Unternehmerzielen näher.

Sie sollten also ein „Big Picture“ haben, eine Vision davon, wohin Sie wollen und warum.

Dazu mehr im Podcast: Die Zukunft als Solo-Unternehmer: Clever Anschluss halten

Strategie 5: Erholung

Unser Gehirn benötigt Erholung, um dem Gefühl von Überlastung im Business begegnen zu können. Wir müssen ihm eine Sendepause gönnen, damit es leistungsfähig bleibt.

Damit ist all das gemeint, was Ihre Batterien auflädt. Sport, ein Ausflug ins Museum, ein Kurztrip oder ein Tag auf der Couch mit einem guten Buch.

Oder auch Meditation.

Mike zum Beispiel meditiert jeden Morgen zwischen 15 bis 20 Minuten und sehr oft auch zwischen seinen Arbeitseinheiten. Meditation trainiert das Gehirn zu fokussieren.

Dabei geht nicht darum, nichts zu denken, wie viele glauben. Das Ziel ist vielmehr, die Gefühle und Gedanken, die wir dabei haben, zuzulassen, als Beobachter willkommen zu heißen. Und sie dann vorbeiziehen zu lassen.

Mit Meditation schulen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit. Sie bekommen innerlichen Abstand gegenüber den Dingen. Und Sie sind weniger anfällig, wenn sich das Gefühl von Überforderung einstellt.

Ein 28-Tage-Meditationsprogramm finden Sie im Buch Real Happiness – Power of Meditation von Sharon Salzberg.

Zusammenfassung

Gefühle von Überforderung im Business als Solo-Unternehmer sind leider normal. Denn es ist immer viel zu tun. Doch Sie können eine Reihe von Dingen tun, um sich dagegen zu wappnen.

Sie müssen nicht alle hier aufgeführten Tipps anwenden. Das wäre wieder Überforderung … aber starten Sie mit einer Sache, die Sie anschaut. Und sorgen Sie gut für sich.

 

Und falls Sie Lust auf mehr bekommen haben … die ausführliche Version zu diesen Tipps gibt es in unserem Podcast:

Überforderung als Solo-Unternehmer: Vier Strategien. Und für Ihr Lese Vergnügen:

Neun Tipps, wie Arbeiten im Home office produktiv wird. 

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse...Folgen Sie uns auf Pinterest

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