Fünf Strategien gegen das Gefühl von Überforderung im Business

von , zuletzt aktualisiert am 05. März 2020

Wenn das Gefühl von Überforderung im Business für Sie ein Thema ist, sprechen Sie wahrscheinlich nicht darüber.

Denn wer gibt schon gerne zu, dass er Probleme hat, seine Arbeit zu erledigen?

Doch das Gefühl, nicht hinterher zu kommen und immer nur einen Bruchteil unserer meterlangen To-Do Liste zu erledigen, ist auf Dauer lähmend.

Für unsere Motivation.

Und für den Spaß an unserem Business.

Doch der Punkt ist, viel zu tun zu haben oder sich konstant überlastet zu fühlen, sind zwei verschiedene Paar (Unternehmer-) Schuhe.

In diesem Artikel nennen wir Ihnen die Gründe, die zum Gefühl von Überforderung im Business führen.

Und fünf Strategien, die Ihnen dabei helfen können, das Gefühl von Kontrolle in Ihrem Business und Leben zurück zu bekommen.

Überlastung kann sich in vielen Gesichtern zeigen

Vielleicht äußert sich das Gefühl, das Ihnen alles über den Kopf wächst eher subtil.

Womöglich haben Sie Kopfschmerzen, essen viel Junk Food oder Süßkram. Vielleicht ist es Abends ein Glas Wein mehr, als Sie eigentlich trinken wollten.

Oder Sie treiben keinen Sport mehr, haben kein Hobby, treffen keine Freunde.

Egal was es bei Ihnen ist, immer äußert sich Overwhelm auch durch ein Gefühl von Hilflosigkeit.

Von Ohnmacht.

Sie spüren: Sie haben keine Chance gegen den Tsunami von Aufgaben, der täglich an Ihrer Tür klopft.

Die gute Nachricht lautet:

Die wahren Gründe von Überforderung im Business liegen nicht in der Menge der Arbeit

Denn Sie haben als Business Inhaber immer etwas zu tun. Das wissen Sie natürlich …

Was womöglich noch verschwommen ist, sind die Mittel, die Ihnen zur Verfügung stehen, um den Tsunami auf Abstand zu halten. Denn zuweilen sorgen wir selbst dafür, dass unser Alltag nicht zu bewältigen ist.

Die schlechte Nachricht lautet jedoch:

Die Strategien, die wir Ihnen gleich nennen sind ganz sicher Nichts, was Sie vor Begeisterung auf die Schenkel schlagen lässt. Weil Sie wahrscheinlich schon davon gehört haben.

Und weil es keine Kleinigkeit ist, seine Arbeit umzustellen. Doch genau das ist es, was Ihnen unsere erste Strategie vorschlägt:

Strategie #1: Dem Ping-Pong ein Schnippchen schlagen

Überforderung verbirgt sich oft hinter der Maske von Zweifeln. Wir bezweifeln, dass wir einen Punkt auf unserer To-do-Liste tatsächlich tun können.

Wir bezweifeln, dass wir smart genug sind. Wir zweifeln an unseren Kenntnissen und Fähigkeiten.

Und das ist normal. Denn wenn etwas neu ist und sich groß anfühlt, haben wir eine Stimme im Kopf, die sagt: Du kannst das nicht, das ist zu viel, zu schwer, das hast du noch nie gemacht.

Und dann denken wir darüber nach.

Lange.

Und wir starten nicht mit der Arbeit.

Deshalb lautet Trick Nummer 1 darum:

Nehmen Sie sich einen Timer und stellen ihn auf eine Zeitspanne zwischen 25 und 50 Minuten.

Arbeiten Sie in dieser Zeit konzentriert an einer Aufgabe. Kein Facebook, kein Social Media, kein Telefon. Klingelt der Wecker machen Sie eine kurze Pause.

Danach starten Sie erneut.

Absolvieren Sie zwei bis drei dieser Intervalle, mit kurzen Pausen. Dann machen Sie eine etwas längere Pause. Zwei bis drei dieser hoch-produktiven Stunden reichen vollkommen.

Sie müssen nicht acht Stunden auf diese Weise arbeiten. Das Gute ist – wenn Sie einmal im Tun sind machen Sie fast automatisch weiter. Und das Gefühl von Überforderung im Business legt sich langsam.

Ein weiterer Pluspunkt: Sie sehen, wie schnell die Zeit vergeht. Und Zeit ist das Wichtigste, dass wir Unternehmer haben.

Hier mehr zu dieser Technik: Als Selbständiger die Produktivität steigern. Die Timer Technik

Strategie # 2: Lücken erkennen und Hilfe holen

Mangelndes Wissen als Solo-Unternehmer betrifft selten die riesigen Dinge. Oft sind es ganz einfache Dinge, wie: Wie muss ich Angebotsseiten schreiben?

Im ersten Moment denken wir vielleicht, das ist eine Kleinigkeit. Aber instinktiv wissen wir, es ist eben keine Kleinigkeit, weil es wichtig ist.

Noch gravierender wird es bei großen Thema. Wenn wir nicht wissen, was die einzelnen Schritte sind, um unser Geschäft erfolgreich zu machen, was passiert?

Wir sitzen da – und tun nichts. Wir sind gelähmt.

Nicht wissen führt also zu nicht tun. Und manchmal ist es gar nicht so einfach zu verstehen, dass uns einfach ein Baustein fehlt.

Der einfachste Tipp dafür ist die folgende Frage: „Welches Wissen fehlt mir an dieser Stelle?“ Beziehungsweise: „Wer könnte es mir verschaffen?“

Aus diesem Grund haben wir auch die Powerhouse Community ins Leben gerufen. Dort können Sie rund um die Uhr mit Leuten sprechen, die sich solche Fragen schon einmal gestellt und für sich beantwortet haben.

Mehr hier zur Powerhouse Community

Strategie # 3: Baby Steps

Sie kennen sicher die Formulierung, dass die meisten Aufgaben einer To-do-Liste in Wirklichkeit große Projekte sind.

Ein Beispiel ist das Schreiben eines Newsletters: Thema überlegen, Betreffzeile schreiben, den eigentlichen Bodytext erstellen, in die Newsletter-Software übertragen, auf den passenden Artikel verlinken. Und ganz schnell ist aus einer kleinen Aufgabe – Newsletter schreiben – eine Riesensache geworden.

Um das strukturiert abhandeln zu können, helfen Checklisten. Denn sie bieten eine Art vorgefertigtes Skript.

Ich muss den Punkten nur folgen, um mich von Schritt zu Schritt zu hangeln. Und das Schöne daran: Mit jedem Schritt, den ich abarbeite, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Aufgabe auch zu Ende führe.

Dieser Effekt heißt „Zeigarnik-Effekt“.

Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel auf TelefonArt: Versuchen Sie das nur, wenn Sie etwas zu Ende bringen wollen.

Checklisten stellen sicher, dass Sie das wirklich Notwendige tun. Und dass es auch wirklich getan wird. Und Checklisten entlasten. Denn sie befreien von gedanklichem Ballast, bei dem Sie sich immerzu fragen:

Habe ich an alles gedacht? Muss ich das noch machen?

Diese ganze Arbeit wird dem Gehirn abgenommen. Und diese Entlastung sorgt dafür, dass Sie mehr Raum für Kreativität haben. Checklisten fördern somit Kreativität und verhindern sie nicht.

Ein weiterer Aspekt: Checklisten sparen Zeit.

Wo keine Fehler passieren müssen auch keine korrigiert werden.

Außerdem können Sie damit Ihre Firma steuern und wachsen. Denn wenn Sie Ihre Aufgaben beschreiben, können Sie Dinge outsourcen. Das sorgt dafür, dass Sie sich nicht so überlastet fühlen.

Checklisten helfen auch bei der Qualitätssicherung. Wenn wir eine Aufgabe schon öfter gemacht haben, denken wir, dass wir es ja gut können.

Und schon schleichen sich Fehler ein.

Mehr dazu erfahren Sie im Buch Das Checklist Manifesto

Strategie # 4: Überblick behalten

Damit meine ich den Überblick, der wie ein roter Faden in Ihrer Firma agiert.

Natürlich können Sie nicht haarklein wissen, wie Ihre Firma in fünf Jahren aussieht. Aber es muss eine Idee vorhanden sein. Sonst passiert, was als „Bright Shiny Object Syndrome“ bezeichnet wird.

Sie schnappen alles auf, was auf den ersten Blick vielversprechend aussieht. Aber nichts davon bringt Sie Ihren eigentlichen Unternehmerzielen näher.

Sie sollten also ein „Big Picture“ haben, eine Vision davon, wohin Sie wollen und warum.

 

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Strategie # 5: Erholung

Unser Gehirn benötigt Erholung, um dem Gefühl von Überforderung im Business begegnen zu können. Wir müssen ihm eine Sendepause gönnen, damit es leistungsfähig bleibt.

Damit ist all das gemeint, was Ihre Batterien auflädt. Sport, ein Ausflug ins Museum, ein Kurztrip oder ein Tag auf der Couch mit einem guten Buch.

Oder auch Meditation.

Mit Meditation schulen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit. Sie bekommen innerlichen Abstand gegenüber den Dingen. Und Sie sind weniger anfällig, wenn sich das Gefühl von Überforderung einstellt.

Ein 28-Tage-Meditationsprogramm finden Sie im Buch Real Happiness – Power of Meditation von Sharon Salzberg.

Zusammenfassung

Gefühle von Überforderung im Business als Solo-Unternehmer sind leider normal. Denn es ist immer viel zu tun. Doch Sie können eine Reihe von Dingen tun, um sich dagegen zu wappnen.

Sie müssen nicht alle hier aufgeführten Tipps anwenden. Das wäre wieder Überforderung … aber starten Sie mit einer Sache, die Sie anschaut. Und sorgen Sie gut für sich.

 

 

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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