Selbständigkeit voranbringen: Drei Tipps, wie Sie Prokrastination vertreiben

von , zuletzt aktualisiert am 03. August 2018

Sie setzen sich also hin und beginnen mit Ihrer Arbeit.

Da ist ein Newsletter zu schreiben und die Planung der nächsten Monate. Sie haben zwei Coaching-Gespräche mit Kunden. Sie müssen ein Angebot nachfassen.

Alles ist auf Ihrer To-do-Liste aufgeführt.

Keine der Aufgaben ist wirklich schwer.

Dennoch.

Wenn Sie den Aufwand überschlagen, sieht es wie eine Herkules-Aufgabe aus.

Das ist der Augenblick, sich unmotiviert zu fühlen

Sie checken schnell Ihre E-Mails. Das dritte Mal in dieser Stunde, doch Sie müssen schließlich auf dem Laufenden sein, oder?

Tatsächlich ist da eine Nachricht. Von einem Netzwerkkontakt, dem Sie schnell antworten.

Dann wechseln Sie zu Facebook.

Und Sie verlieren sich für eine weitere halbe Stunde. Bevor Sie es sich versehen, ist der Vormittag vorüber. Sie waren busy. Aber keine der Arbeiten hatte etwas mit Kundengewinnung, Umsatz-Generierung oder den Aufgaben auf Ihrer To-do-Liste zu tun.

Schlimmer noch: Sie haben das nagende Gefühl, nicht voranzukommen.

Wenn es Ihnen immer wieder ähnlich geht – willkommen im Club. Sie sind keineswegs allein. Motivation ist nichts, was einfach immer verfügbar ist. Sie müssen es sich erarbeiten.

Manchmal jeden Tag.

Um als Selbständiger Erfolg zu haben, müssen Sie Prokrastination überwinden

selbst wenn Sie keine Lust haben. Sie müssen weitermachen, selbst wenn Sie denken, Sie können sich nicht aufraffen.

Das kommt vor.

Und weil wir das ebenfalls kennen, hier unsere drei besten Tipps. Die helfen zuverlässig, den Motivations-Troll zu vertreiben.

# 1 – Pause machen

Unser Gehirn benötigt Pausen. Und zwar mehr, als wir denken. Forscher empfehlen, spätestens alle 90 Minuten eine Pause einzulegen. Die muss nicht ultra lang sein. (Mehr dazu im Spiegel.)

Für mich wirkt es umso besser, wenn ich mich dabei bewege. Mal in die Kaffeeküche gehen, auf die Terrasse, raus.

Nach zwei bis drei dieser kurzen Pausen benötigen wir eine längere. Und auch dabei gilt es: Den Schreibtisch möglichst verlassen.

Erst Pausen verschaffen unserem Gehirn die nötige Aufladezeit. Wenn Sie lange, anstrengende Projekte durchgestanden haben, benötigen Sie einige freie Tage.

Zeit, in denen Ihr Gehirn einfach mal nichts tut. Denken Sie daran – es ist ein Muskel. Und die benötigen bekanntermaßen eine Auszeit.

# 2 – Ursachenforschung betreiben

Wenn Sie etwas partout nicht tun, kann es sein, dass Sie Angst haben. Nein, nicht die Angst, die uns packt, wenn das Finanzamt Post schickt.

Doch es kann etwas anderes als Aufschieberitis dahinter stecken. Ein Beispiel:

Eine Freundin von mir beklagte, dass sie sich nicht zum Laufen aufraffen kann.

Im Laufe unseres Gesprächs stellte sich heraus – sie hatte Angst an diesem Ort alleine, abends im Dunkeln, unterwegs zu sein.

Was ein sehr guter Grund ist und keineswegs Procrastinaton.

Ähnliches kann Ihnen bei der Arbeit passieren.

Vielleicht scheint der technische Aufwand der Aufgabe unüberwindbar. Vielleicht spüren Sie, dass ein Kunde nicht der Richtige ist. Weshalb Sie zuerst herausfinden sollten, wer die richtigen Kunden sind. 

Der beste Weg, das Aufschieben zu beenden: Machen Sie sich klar, was es ist.

Wenn Sie Wissenslücken haben, fragen Sie sich: Wie kann ich die füllen? Gibt es einen Mentor oder etwas, dass Sie outsourcen können?

Wenn Sie Angst vor dem Versagen haben oder fürchten, dass andere Ihre Arbeit belächeln, suchen Sie sich eine andere Perspektive.

Hier mehr dazu: Unsicherheit als Selbständiger: Wenn sich die Schritte wie Blei anfühlen. 

Keiner dieser Hinweise wird Wunder bewirken, so dass Sie wie von Geisterhand stundenlang durcharbeiten. Obwohl, wer weiß … Doch Sie gewinnen Anfangsschwung, um zu starten.

Und das kann tatsächlich alles verändern.

# 3 – In Zeit-Chunks arbeiten

Diese Strategie ist mein Favorit. Ich verwende praktisch immer einen Timer. Ich schließe alle Programme, öffne lediglich meinen Timer und stelle ihn auf 30 Minuten.

Dann starte ich. Ich arbeite an einer Aufgabe. Und zwar an der jeweils wichtigsten auf meiner Aufgabenliste. Und da ich meinen Tag scripte, sind die Prioritäten schon vorher klar. Hier mehr dazu: Die Technik, mit der Sie die wirklich wichtigen Dinge schaffen. 

Dieser Tipp wirkt Wunder insbesondere bei Arbeiten, die wir nicht gerne tun. Denn die überschaubare Zeiteinheit von 30 Minuten entlastet unser Gehirn. Wir wissen, es ist ja nicht mehr. Es geht vorbei.

Es dauert nicht ewig.

Und das hilft, dabei zu bleiben.

 Zusammenfassung

Wollen Sie Ihre Selbständigkeit voranbringen, müssen Sie Procrastination überwinden. Doch das ist oft leichter möglich, als wir denken. Sie sind nicht faul. Sie benötigen lediglich einen zeitgemäßeren Umgang mit Ihrem Gehirn.

Schließlich trainiert auch niemand mehr wie zu Turnvater Jahns Zeiten, oder?

Sie mögen mehr zu dem Thema? Versuchen Sie unseren Podcast: Produktivität im home-office: Selbstmanagement first

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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