Risiken der Selbständigkeit: Die 8 größten meistern

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen des Artikels.

Wenn Sie möchten, dass wir Ihnen bei Ihrem Marketing helfen, klicken Sie hier.

risiken-der-selbstaendigkeit, bild von schiffswrack

Die eigene Firma ermöglicht Freiheit, Kreativität, ein höheres Einkommen – und die Risiken der Selbständigkeit.

Und von diesen Risiken gibt es einige.

Sollten wir uns deshalb nicht selbständig machen?

Das hängt davon ab …

Hier ist unsere Liste der acht größten Herausforderungen – und wie wir ihnen begegnen können.

Risiken der Selbständigkeit: Die 8 größten meistern, ohne sich (komplett) verrückt zu machen.

Das vorweg – die Punkte haben wir in über 20 Jahren im Business selbst als schwierig erlebt. Und es sind Punkte, von denen unsere Kunden uns immer wieder berichteten.

Jeder Mensch hat ein anderes Level von Resilienz. Jeder erlebt Ängste, Sorgen oder Gefahren anders.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie unabhängig von unseren Tipps nach den größten Risiken der Selbständigkeit für Sie und Ihre Branche individuell schauen.

Ohne weiteres Vorgeplänkel auf zu

Risiko #1 – Einkommensunsicherheit.

Anders als Angestellte haben wir in der Selbständigkeit häufig kein monatlich gleichbleibendes Einkommen. Der Geldeingang kann stark schwanken, abhängig von der Branche – und von Randbedingungen wie jahreszeitliche Schwankungen,

Was können wir tun?

Wenn Sie gut mit finanzieller Unsicherheit umgehen können und zusätzliche Einkommensquellen haben, ist dieser Punkt für Sie kein Problem. Je nach Ihrem Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit sind verschiedene Punkte wichtig:

Umgang mit Geld.

Nutzen Sie ein System, mit dem Sie Ihr Einkommen verwalten. Profit First von Mike Michalowicz ist beispielsweise ein solches System. Aber es gibt auch andere. Wichtig ist, DASS Sie Ihr Geld verwalten.

Denn so haben Sie Überblick und allein das gibt ein Gefühl von Sicherheit.

Planung der Aktivitäten innerhalb der Firma.

Planen Sie Ihr Geschäftsjahr (ideal am Ende des Vorjahres) mit den Dingen, die Sie aktiv angehen wollen, um Geld zu verdienen. Dazu kann gehören, dass Sie bestimmte Kurse, Programme oder Workshops halten.

Akquise von Kunden ist der Schlüssel, damit Sie niemals finanzielle Durststrecken erleben. Machen Sie das regelmäßig, können Sie weitgehend sicher sein, dass der Umsatz kein Problem ist.

Mindset.

Die meisten von uns sind nicht in einem Unternehmer-Haushalt aufgewachsen und haben nicht gelernt, mit Unsicherheit zu leben. Doch wir können darin besser werden, indem wir uns trainieren.

Lesen Sie hier mehr:

Überforderung im Business: 5 Wege, den Spark zurückzuholen

Unsicherheit als Selbständiger: 5 Tipps für den Umgang damit

Was tun, wenn Sie Angst haben zu scheitern? 3 Schritte, die es leichter machen

Risiko #2 – Schwankende Arbeitsbelastung.

Dieser Punkt ist in gewisser Weise die Folge des vorherigen. Da selten ein Auftrag direkt auf den nächsten folgt, kann es Phasen mit höherer Arbeitsbelastung geben. Gleichzeitig gibt es Phasen, in denen wenig zu tun ist.

Was können wir tun?

Auch hier gilt – je nach Branche können Sie extreme Peeks etwas glätten und für eine gleichmäßigere Auslastung sorgen. In erster Linie darüber, dass Sie die Möglichkeiten des Marketing nutzen.

Hier mehr dazu: Die Angst vor dem Sommerloch: 4 + 3 Wege gegen Umsatzflauten

Möglichkeiten der Regulierung suchen.

Dazu gehört wie im ersten Punkt die Planung der Aktivitäten in der Firma. Denn in Zeiten der weniger guten Auslastung kann man an der Firma arbeiten, um beispielsweise langfristig eine bessere Auslastung zu bekommen.

Das ist Arbeit an der Webseite, an Aktivitäten für die Akquise (Vorträge, Netzwerken, Weiterbildungen). Dazu kann auch gehören, sich aktiv um Partner zu bemühen, um ein Netzwerk zu bekommen, in dem Aufträge in der Gruppe leichter zu bekommen sind.

(Online) Marketing nutzen.

Dazu kann ein Newsletter gehören oder Selbstlernkurse, für die Sie nicht physische Arbeit leisten müssen (wenn die Hauptarbeit getan ist). Je nach der Branche, in der Sie tätig sind, kann es sinnvoll sein, Vorträge in Organisationen zu halten.

Beispielsweise der IHK, der VGSD oder auch etwas wie LinkedIn Local oder BNI. Das Ziel ist, langfristig mehrere Einkommensströme zu haben, die Sie unabhängiger machen.

Freelancer Plattformen.

Womöglich haben Sie noch nicht darüber nachgedacht … es ist auch eine Möglichkeit, auf unterschiedlichen Freelancer Plattformen in Erscheinung zu treten, um die Auslastung zu steuern.

Sie finden hier eine Anzahl von Plattformen und auch hier.

Risiko #3 – Isolation.

Das Arbeiten allein, remote oder in einem sehr kleinen Team ohne Büroumgebung kann zu einem Gefühl sozialer Isolation führen. Und das umso mehr, je größer der Kreis war, den Sie vorher als Angestellter kannten.

Was können wir tun?

In erster Linie: Das Thema ernst nehmen. Denn wir neigen dazu, zu denken: Stell dich nicht an, dass solltest du doch stemmen können. Ganz einfach, weil wir nicht bewusst ein Gefühl erleben, das sagt: Jetzt fühle ich mich isoliert, ich sollte etwas dagegen unternehmen.

Wir bemerken es oft erst spät an den Konsequenzen: Unsere Produktivität leidet, wir haben schlechte Laune, nutzen schlechte Coping-Skills wie Essen, Netflix oder anderes. Besser ist es, uns aktiv andere Strategien zu überlegen.

Coworking & Co.

Ein einfacher Weg ist, sich einen Coworking Platz zu suchen. In vielen größeren Städten ist das möglich. Falls nein, können Sie in Ihrer Umgebung nach Bürogemeinschaften oder Firmen, die Büroraum untervermieten suchen.

Rituale.

Mal auf einen Kaffee mit sich selbst zu gehen ist eine schöne Sache, auch wenn es anfangs vielleicht ungewohnt ist. Noch besser – wenn Sie ein Café finden, wo Sie auch arbeiten können.

Denn das Gefühl unter Menschen zu sein und nicht allein stellt sich ganz automatisch ein.

Organisationen.

Im Punkt 2 habe ich schon ein paar Organisationen genannt. Auch wenn Sie kein „Vereinsmeier“ sind, kann sich mit dem einen oder anderen Unternehmer ein guter Draht anbahnen.

Eine weitere Möglichkeit sind Communities oder Memberships wie beispielsweise unser Powerhouse. Der Vorteil ist, dass man sich schnell und unkompliziert vernetzen kann – und gleichzeitig lernen oder dringende Fragen besprechen.

Wenn Sie es leid sind, alleine zu gehen ...

Für viele Fragen als Business-Inhaber gibt es keine Kurse und auch keine FAQ’s. Deshalb haben wir eine Community aufgebaut, wo Sie genau die Dinge ansprechen können, die Ihnen wirklich am Herzen liegen. 

Jetzt mehr erfahren »

 

Risiko #4 – Fehlen sozialer Sicherungen.

Als Selbstständige müssen wir eigenständig für Krankenversicherung, Altersvorsorge und andere Sozialleistungen sorgen, was oft teurer ist als die von Arbeitgebern unterstützten Programme.

Was können wir tun?

Dieser Punkt startet damit, sich zu informieren, was wir wirklich benötigen, möglichst BEVOR wir den Sprung wagen. Denn auch wenn wir einige Risiken der Selbständigkeit auffangen können – wir werden nicht das Netz von Angestellten haben.

Informationen sammeln.

Beispielsweise hier zum Thema Sozialversicherung bei Praxistipps Focus oder auch hier bei „Für Gründer“.

Bei der Gründerküche zum Thema: Krank werden als Selbständiger. Was Sie unbedingt benötigen als Selbständiger hängt von vielen Faktoren ab, deshalb ist Recherche wichtig.

Preise entsprechend gestalten.

Dieser Punkt wird häufig vergessen, wenn wir unsere Preise oder Konditionen für Kunden berechnen. Deshalb überlegen Sie, in welchem Ausmaß Ihre Sicherung in Ihre Preisgestaltung einfließen muss.

Hier mehr dazu: Video: Was ist Ihre Zeit wirklich wert?  

Persönliches finanzielles Risiko.

Oft haften Selbstständige mit ihrem persönlichen Vermögen für geschäftliche Schulden oder Verluste. Deshalb sorgen Sie vor, indem Sie entsprechend sparen, bevor Sie den Sprung in die Selbständigkeit wagen.

Das ist oft leichter gesagt als getan, ich weiß. Dennoch ist es eine gute Idee, von Anfang an einen Teil der Einkünfte an die Seite zu legen. Und sei es nur für mögliche Steuernachzahlungen.

Risiko #5 – Burnout.

Bevor Sie abwinken und sagen: Das kenne ich gar nicht … hören Sie mich aus. Haben Sie genug Abstand zu den Dingen, die in Ihrer Firma passieren? Sind Sie in der Lage, nach einer ungünstigen Nachricht schnell wieder ruhig und gelassen zu reagieren?

Können Sie stressigen Situationen aktiv und gezielt Entspannung entgegensetzen?

Haben Sie genug Urlaub, Freizeit, Ruhe?

Was können wir tun?

Die Chancen stehen hoch, dass Sie viel arbeiten. Im Idealfall, weil es gut läuft und Sie Ihre Arbeit mögen. Doch auch wenn der Idealfall für Sie gilt – Sie benötigen langfristig genügend Pausen.

Gesundheit ist unser größtes Kapital. Besonders wenn wir unser eigener Chef sind.

Lesen Sie mehr hier: Überforderung im Business: 5 Wege, den Spark zurückzuholen

Führen Sie einen Kalender für Freizeitaktivitäten.

Planen Sie aktiv Freizeit ein. In Ihrem Kalender. Speziell nach den Ereignissen der vergangenen Jahre ist es für viele Menschen normal, wenig zu unternehmen. Wir haben uns in gewisser Weise daran gewöhnt.

Und plötzlich scheint es so normal sehr viel mehr zu arbeiten und sehr viel weniger unter Menschen zu gehen. Ich verstehe Sie. Und dennoch benötigen wir andere Menschen und Aktivitäten, um unsere Akkus wieder aufzuladen.

Marketingkalender.

Wenn Sie Ihr Geschäftsjahr planen, planen Sie gleichzeitig auch Ihren Urlaub. Und zwar auch, wenn Sie nicht vorhaben lange oder weit wegzufahren. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Sie haben etwas, was Sie motiviert und worauf Sie sich freuen können.

Und es geht nicht unter.

Mehr dazu hier: Unternehmer-Phase 3: Kundenpipeline aufbauen, mehr Menschen erreichen

Risiko #6 – Rechtliche und steuerliche Komplexität.

Laut Roland Rechtsschutz gehören zu den drei größten Gefahren der Selbständigkeit, Verträge, Straßenverkehr und Arbeit.

Als Selbstständige müssen wir komplexe rechtliche und steuerliche Anforderungen navigieren, was ohne professionelle Hilfe schwierig sein kann.

Was können wir tun?

Auch hier hilft Recherche. Einige Stellen bieten Kurse und Informationen speziell für Gründer an, beispielsweise bei der IHK oder vergleichbaren Institutionen.

Kennen Sie Ihr Thema.

Denn dann fällt es leichter, rechtliche und steuerliche Themen zu navigieren. Das bedeutet nicht, dass es keine gute Idee ist, Unterstützung durch Anwalt oder Rechtsberatung zu suchen und das ggf. im Vorfeld.

Kennen Sie andere Unternehmer, Selbständige oder Freelancer.

Wenn ich eines aus über 20 Jahren Selbständigkeit gelernt habe, dann dieses: Wir können uns nicht auf alle möglichen Probleme oder Herausforderungen vorbereiten. Und wir können sie erst recht nicht alle verhindern.

Es werden Dinge passieren. Gut ist es, in dem Augenblick Kontakt mit anderen Unternehmern zu haben, ein Netzwerk, wo Sie nicht allein sind und sich mit anderen austauschen können.

Wenn Sie es leid sind, alleine zu gehen ...

Für viele Fragen als Business-Inhaber gibt es keine Kurse und auch keine FAQ’s. Deshalb haben wir eine Community aufgebaut, wo Sie genau die Dinge ansprechen können, die Ihnen wirklich am Herzen liegen. 

Jetzt mehr erfahren »

 

Risiko #7 – Veränderungen.

Damit sind einerseits Marktveränderungen gemeint, die die Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen oder Angeboten reduzieren.

Dazu kann auch gehören, dass ein Großkunde oder Großkunden aus welchen Gründen auch immer, seine Kundenbeziehung mit uns beendet.

Was können wir tun?

Flexibilität ist eine wichtige Eigenschaft als Unternehmer. Zu wissen, dass uns eine solche Situation treffen kann, kann uns bereits vorbereiten und trifft uns nicht so hart.

Sprechen Sie mit dem Kunden.

Womöglich haben Sie eine Möglichkeit, dass Ihr Kunde lediglich den Umfang der Zusammenarbeit mit Ihne reduziert. Wie Sie dabei vorgehen, haben wir in diesem Artikel angerissen:

Was tun, wenn Kunden abspringen?

Finanzielle Vorsorge.

Der Punkt ist selbsterklärend. Und ich verstehe, falls es für Sie schwierig ist, große Summen an die Seite zu legen. Doch auch Kleinvieh „macht Mist“ und manchmal sparen wir nicht, weil wir nicht genau wissen, wie.

Hier mehr: Die Angst vor dem Sommerloch: 4 + 3 Wege gegen Umsatzflauten

Upleveln Sie Ihr Business.

Das kann bedeuten, dass Sie Ihr Marketing umstellen und sich auf lukrativere Kunden konzentrieren. Das kann bedeuten, dass Sie neuartige (Freelancer-)Aufträge annehmen. Es kann auch bedeuten, dass Sie zusätzliche Einkommensquellen erschließen.

Das ist nicht leicht, wenn man gerade knietief in einer Krise steckt, ich verstehe Sie.

Deshalb – checken Sie regelmäßig, ob Ihr Business einen Uplift gebrauchen könnte.

Zu wenig Kunden als Berater? Der häufigste Grund

Risiko #8 – Professionelle Entwicklung.

Selbstständige müssen selbst für ihre Weiterbildung und professionelle Entwicklung sorgen, was zeit- und kostenaufwändig sein kann.

Was können wir tun?

Dieser Punkt ist ebenfalls selbsterklärend. Und auch wieder nicht. Hier sind die Gründe …

BSO (Bright Shiny Objects) Syndrom vermeiden.

Bei diesem Punkt sind Mike & ich super-schuldig ;), denn wir machen es oft. So oft, dass wir in diesem Jahr einen Weiterbildungs-Stopp eingeführt haben. Die Rede ist davon, dass es sinnvoll ist, systematisch Weiterbildungen einzuplanen, und zwar im Hinblick auf die geschäftlichen Ziele, die man hat.

Oder im Hinblick auf die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Als – Marketingkalender zücken, Strategie zurechtlegen, planen.

Und weil einige unserer Weiterbildungen einfach nicht das brachten, was sie versprochen haben, hier der nächste Punkt:

Schlechte Angebote erkennen lernen.

Wir haben einige beinhart Kriterien dafür, wenn wir Weiterbildung wie Coaching, Training etc. buchen. Dennoch sind uns vergangenes Jahr gleich zwei Fehlgriffe passiert.

Beide vielen in die Kategorie: Wir haben keine (bessere) Idee, wie wir das Problem sonst lösen sollen. 

Deshalb – wenn Sie das Gefühl haben, Sie treffen eine Entscheidung aus dieser Perspektive heraus – Luft holen, darüber schlafen, erneut überlegen, evtl. mit jemandem sprechen … und nicht eher investieren, bis die Gremlins im Magen zufriedengestellt sind.

Hier mehr dazu: Wie Sie schlechte Kurse und Coachings erkennen: 11 Punkte

Zusammenfassung

Hier sind sie: Die größten Risiken der Selbständigkeit und wie Sie ihnen begegnen. Wir können nicht an alle möglichen Stolpersteine denken, wenn wir uns selbständig machen oder eine Firma gründen.

Doch die größten Fallen zu kennen, hilft uns, etwas entspannter zu sein. Und das ist immer eine gute Sache.

 

 

 

Und was könnten Sie jetzt tun? Lesen Sie …

Probleme der Selbständigkeit: Vier Bereiche, die wichtig sind

Business-Entscheidungen treffen: So wird es leichter

Warum Firmenkunden Aufträge nicht erteilen: Der Haupt-Grund

Kennen Sie die Engpässe in Ihrem Business?

Machen Sie das Quiz und finden Sie in nur 5 Minuten heraus, wo Ihr Business steht. Erhalten Sie eine maßgeschneiderte Analyse mit konkreten, sofort umsetzbaren Tipps.

Business-Engpass-Quiz (Bild)Mehr erfahren »

Hallo, wir sind
Andrea & Mike Lekies

Wir haben haben Passion&Profit gestartet, um Consultants und Freelancern das Business-Leben etwas leichter machen.

Wir helfen ihnen, mehr Umsatz zu generieren und gleichzeitig mehr Freiraum zu haben.

Mehr über uns »

KENNEN SIE DIE ENGPÄSSE IN IHREM BUSINESS?

Machen Sie das Quiz und finden Sie in nur 5 Minuten heraus, wo Ihr Business steht. Erhalten Sie eine maßgeschneiderte Analyse mit konkreten, sofort umsetzbaren Tipps.

Business-Engpass-Quiz (Bild)Mehr erfahren »