Planung für ein Solo-Business: Starten Sie bei Eichhörnchen & Eliminierung

von , zuletzt aktualisiert am 05. März 2020

Fragen Sie einen Business-Inhaber nach seinem größten Problem, stehen die Chancen gut, dass Sie hören:

Ich fühle mich überfordert. Es sind einfach zu viele Dinge zu tun.

Doch niemand zwingt uns, alles gleichzeitig zu tun.

Denn das ist der eigentliche Auslöser für das Gefühl von Überforderung.

Was Ihnen ein besseres Gefühl geben wird, in Ihrem Business die Dinge im Griff zu haben, darüber sprechen wir in diesem Artikel.

Planung für ein Solo-Business oder warum entspannt Arbeiten nicht mit den Aufgaben startet

Sie haben es wahrscheinlich schon oft gehört.

Planung ist die Kur gegen Überforderung. Aber irgendwie klappt das bei Ihnen nicht so reibungslos, wie bei den anderen (super erfolgreichen) Business Inhabern.

Ich verrate Ihnen etwas:

Es klappt nicht, weil zwei entscheidende Aspekte von Planung dabei praktisch niemals berücksichtigt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie überlegen, in den Urlaub zu fahren. Sie mögen Sonne, Strand, auf das Meer schauen und die Seele baumeln lassen.

Andererseits mögen Sie jedoch die Berge, das Wandern und sich auspowern.

Sie lösen das Dilemma, indem Sie Ihr Antwort-Team zu Rate ziehen. Sie sprechen mit Ihrer Familie, dem Reisebüro, recherchieren im Internet und gehen in sich.

Und nach relativ kurzer Zeit finden Sie die Lösung für Ihren Urlaub.

Anders in Ihrem Business. Da sieht es eher so aus. Idee – Begeisterung – weniger Begeisterung – noch weniger Begeisterung – Ernüchterung – Apathie …

Neue Idee.

Begeisterung …

Womit wir beim ersten Punkt sind, den Sie vor Ihrer Planung berücksichtigen müssen:

Smarte Planung für ein Solo-Business startet, indem Sie Dinge aktiv eliminieren

Die Vorgehensweise beim Projekt Sommerurlaub ist auch in Ihrem Business hilfreich. Denn selbst wenn Ihre finanzielle Situation großartig ist – Sie können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.

Sie müssen sich entscheiden. Strand hier – Berge da.

Und DAS ist das eigentliche Dilemma an Planung.

Denn zu einem gegebenen Zeitpunkt können Sie sich nur auf eine Sache konzentrieren. Besonders, wenn es etwas Neues ist, das Sie noch nicht kennen.

Tun Sie das nicht, leidet die Qualität, das Ergebnis – oder beides. Doch es gibt noch einen Aspekt, der Planung boykottieren kann …

Womit wir beim zweiten Aspekt angelangt sind, den Sie vor der Planung für Ihr Business berücksichtigen sollten:

Erfolgreiche Planung für ein Solo-Business erfordert, die Eichhörnchen Mentalität aufzugeben

Sie sind niedlich, jeder mag sie und wenn man sie sieht, sammeln sie Futter für schlechte Zeiten: Eichhörnchen.

Und das haben Solo-Unternehmer und Eichhörnchen gemeinsam: Sie sammeln.

Bei uns Solopreneuren sind es Informationen.

Wir sind immer auf der Suche nach dem fehlenden Puzzle-Teil, das uns das Gefühl gibt, die Oberhand in unserem Business zu haben. Das Nugget Weisheit, der Workshop, der uns zur Ruhe kommen lässt.

Die Sache, die uns glauben lässt – wir sind endlich im Business Olymp angekommen. 

Doch das wird nicht passieren, weil hinter der nächsten Information schon die nächste wartet.

Und nach dem Kurs vor dem Kurs ist.

Die Lösung?

Sie müssen lernen, damit zu leben, wollen Sie nicht unter gehen in dem Gefühl, dass Sie den Informationen auf Ihrer Festplatte eigentlich niemals Herr werden können.

So, das waren die beiden Wackersteine jede Planung für ein Solo-Business boykottieren kann. Auf ins Planungswonderland.

 

eichhoernchen sammeln

Als Solo-Unternehmer verfallen wir der „Eichhörnchen-Mentalität“. Wir sammeln – und zwar Informationen.

Wozu Planung für ein Solo-Business?

Sinn & Zweck eines Plans ist es nicht, jede Eventualität abzufangen, jede Kleinigkeit zu berücksichtigen und jeden Bleistiftstrich im Vorfeld zu notieren.

Sinn eines guten Plans ist es, Sie zum Tun zu bewegen.

Und weitgehend auf Kurs zu halten.

Denn Sie kommen nicht auf eine neue Idee, ein neues Projekt, wenn Sie mit dem derzeitigen Zustand zufrieden sind. Sie wollen den Status Quo verlassen, denn wo Sie gerade stehen, da gefällt es Ihnen nicht so gut.

Dazu müssen Sie etwas verändern.

Und jetzt wird es tatsächlich tricky … denn jede Veränderung ist schwer.

Ein Plan hilft Ihnen, Ihren Status Quo zu verlassen

Und das tut er auf zwei Arten: Er fungiert wie ein Kompass. Und er spielt die weiße Fahne auf dem Zieleinlauf. Ihr Plan tut nicht mehr und nicht weniger.

Er muss also weder perfekt sein – noch extrem granular.

Dieser Aspekt ist wichtig, weil wir genau das so oft versuchen. Doch das funktioniert nicht. Denn woher soll ich wissen, was ich in meinen Plan schreiben soll, wenn ich noch nicht alle notwendigen Kenntnisse habe?

Und damit bin ich bei der ersten Zutat für einen funktionierenden Plan.

#1 – Ein guter Plan braucht Milestones.

Wenn Sie ein neues Projekt anfassen – sei es, Sie wollen lernen, wie Sie Artikel schreiben. Oder in Pinterest einsteigen (so wie wir kürzlich).

Sie wollen Ihren ersten Launch angehen, einen Newsletter-Verteiler aufbauen oder für Ihr Business regelmäßig neue Kunden gewinnen.

Egal, was es ist, Sie haben am Anfang vor allem eine Herausforderung:

Sie können nicht wissen, was Sie nicht wissen. 

Das bedeutet, Sie können gar nicht perfekt planen. Wenn Sie mit diesem Anspruch an Ihre Planung gehen, geht es schief. Doch Sie können etwas anders tun – Sie können kleine Meilensteine setzen.

Milestones sind Teilschritte auf dem Weg zu einem Ziel. Und diese Teilschritte können Sie relativ willkürlich setzen.

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Banjo spielen lernen. Und Sie notieren folgende Milestones:

  • Üben, bis ich die Tonleiter spielen kann.
  • … bis ich eine kurze Teilsequenz spielen kann.
  • … bis ich ein Lied spielen kann.
  • In meiner Stadt nach einer Übungsgruppe suchen, mit der ich spielen darf.
  • In meiner Übungsgruppe ein Lied einstudieren.
  • Zehn Lieder spielen lernen.
  • Mit meiner Übungsgruppe einen Auftritt vorbereiten und vor Publikum spielen.

Bei der Festlegung von Milestones unterteilen Sie den Weg eines Projektes in sinnvolle Abschnitte. Die erreichten Abschnitte „ziehen“ Sie förmlich weiter.

Und sie zeigen, was Sie bereits geschafft haben – ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

Woher wissen Sie, was sinnvolle Milestones – also Abschnitte sind?

Eine schlaue Frage … Sie können es nicht wissen, Sie können sich nur darauf einstellen.

Auf zwei Arten:

Sie sprechen mit Menschen, die ein ähnliches Projekt bereits hinter sich gebracht haben.

Sie starten nach bestem Wissen und Gewissen und passen auf Ihrem Weg die Milestones an.

Mike & ich nutzen die erste Variante und holen uns Expertenhilfe dazu. Anfangs wegen ADHS in unserem Team. Doch mittlerweile sind wir davon absolut begeistert.

Denn ein Experte fungiert wie eine „Rampe“. Er macht die Dinge schneller – und einfacher. Sie haben eine Form von Selbstverpflichtung, die exzellent wirkt.

Und die höhere Geschwindigkeit, mit der Sie Projekte umsetzen und sich dem nächsten widmen können, rechtfertigt die Kosten allemal. Doch egal wie Sie starten, irgendwo wartet er schon auf Sie.

Der Widerstand. Womit ich beim zweiten Tipp bin.

 

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#2 – Ein guter Plan braucht ein Realo-Szenario

Hier ist der Punkt: Sie starten ein neues Projekt auch, weil es die Neuronen in Ihrem Gehirn zum Tanzen bringt. Schübe von Hormonen signalisieren:

Das ist großartig!

Das Hochgefühl gleicht dem „frisch-verliebt“ sein. Und Sie sind es auch in gewisser Weise – in Ihr neues Projekt. Aber dann kommt, was jede Beziehung früher oder später erlebt: Ernüchterung.

Ihre Idee droht auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, weil Sie falsch einschätzen, wie Fortschritt zustande kommt.

Was können Sie tun?

Sorgen Sie vor und wissen Sie, dass dieser Zeitpunkt kommt. Schreiben Sie auf, was Sie tun werden, wenn die Ernüchterung da ist und die ersten Zweifel auftauchen, ob das, was Sie tun wollen, überhaupt funktioniert.

Ob es realistisch ist.

Oder sinnvoll.

Ob Sie dem gewachsen sind.

Oder ob es einfach viel zu GROSS ist.

Und. So. Weiter.

Sie landen auf dem ersten Plateau eines Projektes und Sie trifft der Schlag der Realität mitten in die Magengrube. So wie wir irgendwann feststellten:

Der Märchenprinz bekommt einen Bauch, schnuppert nicht immer gut und hat Marotten, die uns zuweilen auf die Palme bringen.

Das passiert. Immer.

Deshalb notieren Sie sich potentielle Projekt-Killer

Und dann schreiben Sie auf, was Sie in dem Fall tun werden. Drei Beispiele:

Wenn der „innere Teufel“ wispert: Das macht doch alles keinen Sinn … erinnere ich mich daran, dass ich schon andere anspruchsvolle Projekte zu Ende gebracht habe und ich auch dieses realisieren kann. Ich finde einen Weg.

Wenn ich frustriert bin, weil es so langsam vorwärts geht, erinnere ich mich daran, dass ich nur dranbleiben muss – ein Schritt nach dem anderen – und ich komme an.

Wenn ich aufgeben will rufe ich meinen Commitment Partner (beispielsweise aus dem Powerhouse, unserer Unternehmer-Community) an – und hole mir Rückenwind.

Falls Sie jetzt denken, das ist Kinderkram. Nein.

Diese Methode hilft wissenschaftlich nachgewiesen Kindern mit ADHS an Dingen dranzubleiben (Peter Gollwitzer, New York University).

Und damit ist sie eine echte Wunderwaffe.

Zusammenfassung

Wenn es um die Planung für ein Solo-Business geht, sind die Dinge oft weniger komplex, als sie auf den ersten Blick scheinen. Wenn Sie dabei ein paar Hinweise berücksichtigen.

Denken Sie daran – Sie machen Fortschritte, während Sie gehen. Und Sie werden besser, während Sie gehen. Manchmal sehen wir nicht, wie viele Schritte wir schon gegangen sind und lassen uns entmutigen.

Diese Tipps helfen. Probieren Sie es aus.

 

 

Was können Sie jetzt tun? Eine sehr smarte Frage. Lesen Sie …

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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