Was tun, wenn Sie kein Marketing mögen: 3 Tipps und ein philosophischer Exkurs

von , zuletzt aktualisiert am 04. Oktober 2018

Sie kennen es: Heute gibt es eine Unmenge von Möglichkeiten, als Solo Unternehmer für sein Business Werbung zu machen.

Regelmäßig Blogartikel schreiben.

Gute Videos drehen.

Spannende Podcasts erstellen.

Diverse Social Media Kanäle bedienen.

Anzeigen schalten Online, Offline oder auf Facebook.

Networking betreiben.

Gastartikel erstellen.

Pressearbeit starten.

Tolle Vorträge halten.

Werbebriefe versenden.

Hausmessen veranstalten.

Webinare geben …

Die Liste der möglichen Marketing-Werkzeuge um seine Firma bekannt zu machen ist gefühlt endlos.

Doch der Punkt ist, viele Solopreneure lieben was sie tun – aber hassen Marketing. Und das ist ein Problem, denn neue Kunden gewinnen sich nicht ohne eine gewisse Menge an Werbung.

Mundpropaganda durch zufriedene Kunden ist zwar großartig, bringt jedoch nur selten genau die Menge an Kunden, die man sich wünscht, genau dann, wenn man sie benötigt.

Wie viel Marketing ist für ein Solo-Unternehmer-Business notwendig?

Es gibt eine Faustregel, nach der ein Unternehmen erst dann wirklich Freude macht und eine erkleckliche Anzahl an Kunden gewinnt, wenn der Unternehmer von seiner Zeit 80% dem Marketing zur Verfügung stellt.

Nehmen Sie einen Arbeitstag mit acht Stunden als Grundlage, sind das sechs-Komma-fünf Stunden Marketing.

6,5 Stunden.

Keine wirkliche Erleichterung für Sie, wenn Sie Marketing nicht mögen.

Doch das Problem ist:

Es existiert kein Kurs, der Ihnen zeigen kann, wie Sie genug Kunden gewinnen ohne Marketing zu machen. (Und ehrlich – wenn Sie darüber stolpern, seien Sie skeptisch.)

Dafür gibt es (mindestens) zwei Gründe:

  1. Kunden können Ihre Hilfe und Angebote nicht in Anspruch nehmen, wenn sie nicht wissen, dass Sie existieren.
  2. Sie sind nicht Webdesigner, Texter, Trainer, Coach, Berater … Sie sind in erster Linie Marketer.

Lassen Sie mich das erklären.

Ein Business ohne Kunden ist kein Business.

In unserem Unternehmen ist der Schwerpunkt Businessaufbau & Verkauf. Natürlich ist Businessaufbau wichtig, wollen Sie ein Geschäft, das auch in einigen Jahren noch rentabel ist und Spaß macht.

Doch ohne Kunden gibt es kein Business.

Ohne Kunden entwickelt sich keine Firma.

Und ohne Kunden hat ein Unternehmen keinen Geschäftszweck.

Wie sich Ihr Unternehmen entwickelt, hängt zwar wesentlich von Ihrem Geschäftsmodell ab. Aber das wiederum hängt von Ihren Kunden ab.

Welche Produkte oder Dienstleistungen bieten Sie? Wie arbeiten Sie mit Kunden zusammen? Welche Prozesse oder Standards nutzen Sie? Auf welchen Kanälen erreichen Sie Ihre Kunden?

Die Antwort auf diese Fragen geben Ihre Kunden. (Weshalb wir auch so häufig darauf hinweisen, dass die Kenntnis der eigenen Zielkunden eine so entscheidende Rolle spielt.)

Ein Hinweis:

Dazu haben wir auch ein Facebook Live Video gemacht. Die ganze, ungekürzte „Wahrheit“ können Sie hier anschauen:

 

👀👀Was tun, wenn ich kein Marketing mag? Viele Solopreneure lieben, was sie tun – aber hassen Marketing. Und das ist ein Problem, denn neue Kunden gewinnen sich nicht ohne eine gewisse Menge an Werbung. 🧘‍♀️🧘‍♂️Mundpropaganda durch zufriedene Kunden ist zwar großartig, bringt jedoch nur selten genau die Menge an Kunden, die man sich wünscht, genau dann, wenn man sie benötigt. 📣🛎️🚀📣Mike & ich geben dir in diesem FB Live – wie immer ca. 30 Minuten – Tipps, wie du das Problem lösen kannst. Sei dabei und stell deine Fragen! ❓‼️

Gepostet von Andrea Lekies am Freitag, 24. August 2018

Ein einfacher Trick, wenn Sie eine Abneigung gegen das „Müssen“ haben

Viele Solo-Unternehmer mögen die ständigen Empfehlungen nicht, dass sie etwa tun „müssen“.

Und ehrlich – wir verstehen Sie. Denn alle paar Monate wird ein neues Marketing-Ferkel durch die Werbe-Welt getrieben, das alle tun „müssen“.

Unbedingt.

Doch die deutsche Sprache bietet nicht so viele Möglichkeiten, sich da eines besseren Wortes zu bedienen.

Der Ausdruck sollten hinterlässt den Beigeschmack von Schuld.

Wollen wiederum lässt uns an bockige Kinder denken.

Viel mehr bleibt jedoch nicht … oder doch?

Wir zäumen das Problem nämlich von der Seite der Freiheit her auf. Die Mehrheit der Unternehmer mag die Unabhängigkeit, die ein eigenes Business bietet. Wir haben viele Vorteile gegenüber einem Angestellten, der von 9 to 5 seinem Vorgesetzten Rede und Antwort stehen muss.

Und der oft nur wenige Freiheiten genießen kann. Doch diese Freiheit kommt mit einem Preis.

Oder – wie Karl Marx es sagte:

Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

Denn jedes Ziel, das wir erreichen wollen, hat einen Preis. Wir müssen Zeit investieren, oft Tränen, praktisch immer unsere Komfortzone verlassen. Ohne das gäbe es keine großen Errungenschaften auf der Welt.

Weder Licht, noch Strom, noch Autos oder Eisenbahnen.

Jemand hatte einen Traum. Und er oder sie hat dafür gekämpft – und ganz sicher Dinge getan, die er oder sie noch nicht kannte, wusste und beherrschte. Das liegt in der Natur der Sache.

Doch es bedeutet nicht, dass die Abneigung gegen das Marketing so bleiben muss. Wir haben die Freiheit uns für etwas zu entscheiden, eben weil wir ein bestimmtes Ziel erreichen wollen.

Und plötzlich sieht die Sache schon ganz anders aus. Wir entschließen uns zu etwas, obwohl es nicht nur traumhaft-verlockend scheint auf den ersten Blick.

Und falls Ihnen das noch nicht genug Anregungen sind, für Ihre Firma kräftig die Werbetrommel zu schlagen:

Hier unsere drei Hinweise, wie Sie und das Marketing doch noch Freunde werden:

Tipp #1 – Nehmen Sie den Kanal oder das Werkzeug, das Sie am wenigsten hassen.

Und dann perfektionieren Sie es. Werden Sie richtig gut darin.

Denn wenn wir in etwas gut sind, mögen wir es normalerweise auch. Es gibt zwar eine Lernkurve, während der wir nicht immer ganz glücklich sind.

Aber wenn Sie weiter lernen, geht es zuverlässig vorwärts.

Und dann schnappen Sie sich den nächsten Kanal oder das nächste Werkzeug.

Tipp #2 – Reframen Sie Marketing.

Damit ist gemeint, dass Sie es in einen anderen, positiven Zusammenhang stellen.

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Ihre beste Freundin hat schlimme Rückenschmerzen. Sie haben ein wunderbares Yoga-Studio entdeckt und haben Ihre Rückenschmerzen durch Ihr Engagement dort lindern können.

Sie erzählen Ihrer Freundin davon. Ohne dass Sie dafür Geld bekommen … das ist bereits Marketing. Wir nennen es auch „en passant Verkaufen“.

Wenn Marketing ein Werkzeug ist, das Menschen hilft Ziele zu erreichen, glücklicher zu sein, weniger Schmerzen zu haben etc. – ist es eine gute Sache. Dadurch erreichen Sie sogar Kunden, die keinen Bedarf erkennen.

Im Unterschied dazu ist für viele Marketing etwas, was Menschen etwas nahebringt (oder verkauft), was diese Menschen nicht wollen. Es wird nur als Übel gesehen.

Das führt natürlich zu Widerstand – bei dem, der Marketing machen muss. Und bei demjenigen, der es „erdulden“ muss normalerweise auch. Wenn ich mich hingegen auf meine Kunden konzentriere und wirklich lerne zu verstehen, sorgt allein das dafür, dass sich diese Menschen von mir angezogen fühlen.

Tipp #3 – Unterscheiden Sie Marketing für Kunden und für Nicht-Kunden.

Dazu muss ich etwas ausholen.

Zu einem gegebenen Zeitpunkt sind etwa 3% der Zielkunden kaufbereit. Etwa 5 bis 7% sind gesprächsbereit. 30 % würden darüber nachdenken, wenn sie denn wüssten, was es ihnen bringt. 30% halten es für den falschen Zeitpunkt. Und 30 % würden niemals kaufen.

Die meisten Anbieter konzentrieren sich in Ihrem Marketing jedoch nur auf zwei Segmente.

Auf die 3% der Kunden, die jetzt kaufbereit sind. Das merken Sie immer daran, dass jemand beispielsweise sagt: „Aber bei meiner ersten Anzeige habe ich doch Kunden gewonnen.“

Damit sind die kaufbereiten Kunden abgeschöpft worden und es müssten erst sehr viele Kunden neu dazu kommen, damit sich das wiederholt. Der Punkt ist, diese Kunden können Sie mit relativ wenig Aufwand gewinnen.

Doch die Kunden, auf die sich Ihr Marketing konzentrieren sollte, sind die potentiellen Käufer. Zu diesem Zweck können Sie Ihr Angebot erklären. Erläutern. Sie können Erfolgsgeschichten zeigen. Oder Kundenaussagen veröffentlichen. Und. So. Weiter.

Doch die meisten machen ihr Marketing mit denjenigen Zielkunden im Kopf, die nicht kaufen wollen. Ihre Argumente sind für Nicht-Kunden gewählt. Und das ist tatsächlich eine marketing-technische Sisyphus-Arbeit.

Wenn Sie diesen Switch im Denken machen, sich in Ihren Marketing- und Verkaufsbotschaften auf potentielle Kunden zu konzentrieren, werden Sie mehr Kunden überzeugen.

Zusammenfassung

Marketing für ein Solo-Unternehmer-Business ist tatsächlich keine einfache Sache. Denn die Menge der Werkzeuge, die wir heute scheinbar gleichzeitig verwenden sollen, ist schier gewaltig.

Doch so muss es nicht sein.

Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die Sie noch am ehesten mögen. Und auf Ihre potentiellen Kunden und das, was diese Menschen benötigen, um von Ihnen zu kaufen.

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse...Folgen Sie uns auf Pinterest

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