Grundlagen im Marketing: Die drei wichtigsten Prinzipien oder „das goldene Dreieck“

von , zuletzt aktualisiert am 18. April 2019

Es ist die Idee des Jahrhunderts. Mindestens.

Sie hat Sie getroffen, wie Daniel Düsentrieb der Blitz. Und Sie sind ähnlich enthusiastisch.

Das MUSS Ihren Kunden gefallen.

Denken Sie.

Und Sie gehen „in medias res“ sprich: An Ihre Planung.

Doch kurze Zeit später beschleichen Sie erste Zweifel …

Sie schieben sie beiseite und machen weiter. Etwas. Denn die Zweifel zeigen sich hartnäckig durch Prokrastination oder Aufschieberitis.

Denn tief in Ihrem Inneren ahnen Sie die Gefahr, die auf Sie lauert. Sie heißt:

Ein tolles Angebot – und niemand kauft.

Der Grund?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie die Marketing-Grundlagen nicht berücksichtigt haben. Sie sind weder schwierig zu verstehen, noch problematisch umzusetzen.

Aber wenn Sie die statistische Wahrscheinlichkeit steigern wollen, dass Ihre Kunden kaufen, was Sie „bauen“, müssen Sie diese Basics beachten.

Diese Basics verbergen sich hinter den Begrifflichkeiten Markt – Message – Media

Und sie sind das „goldene Dreieck“ des Marketing. Wenn Sie es verstehen und anwenden, haben Sie damit eigentlich schon eine funktionsfähige Marketingstrategie.

Klingt gut? Ist gut.

Lassen Sie uns mit der Erklärung der drei Begriffe starten:

Der Markt

Das ist – Sie ahnen es – Ihr Zielmarkt. Oder auch Ihre Zielkunden. Also wen spreche ich exakt an? Je klarer Ihnen dieser Punkt ist, umso leichter wird alles.

Was logisch ist, denn ich kann keine einprägsame Marketingbotschaft kreieren, wenn ich alle anspreche. Und Sie merken es an eindeutigen Zeichen, wenn Sie noch nicht die richtigen Kunden gewinnen.

Warum ist das so?

Stellen Sie sich vor, Sie sind Designer und wollen ein Kleid designen, dass allen Frauen passt. Das geht nicht, oder?

Es gibt große, kleine, schlanke, üppige Frauen … ganz davon abgesehen: Ein Kleid kann nicht jeder Frau gut zu Gesicht stehen. Geschweige denn passen.

Doch später mehr zur Marketingbotschaft.

Alles beginnt also mit Ihren Zielkunden.

Sie kennen die Empfehlung, alles über diese Menschen zu wissen. Womöglich sind Sie davon mittlerweile etwas … genervt. Und ich verstehe Sie. Denn, was ist genug? Und wie finden Sie die wichtigen Dinge heraus?

Hier ein paar Fragen, die Sie stellen können:

  • Wo suchen diese Menschen ihre Informationen?
  • Welche Zeitungen lesen die, welche Fernsehsendungen schauen die, welche Bücher lesen sie?
  • Welche Ziele haben diese Menschen? Privat, beruflich.
  • Was für Werte haben diese Menschen? Was ist ihnen wichtig?
  • Wie fühlen sich diese Menschen in ihrem Arbeits- oder Privatleben? Was haben sie für Träume, Wünsche und Hoffnungen für ihr Leben?
  • Was bereitet diesen Menschen Stress, Kummer oder Sorgen?
  • Was mögen diese Menschen gar nicht? (Auch Personen.)
  • Wie sieht ein typischer Tag eines Zielkunden aus?
  • Was sind Ängste dieser Menschen (allgemein und im Hinblick auf Ihr Angebot)?

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu Ihren Kunden haben, ist es leicht, das herauszufinden. Die meisten Menschen sprechen gerne über sich und ihr Leben.

Auch die sozialen Medien sind eine gute Möglichkeit, mehr über Ihre potentiellen Kunden heraus zu finden. Achten Sie darauf, was Menschen gut gefällt und was weniger. Worüber sie sich unterhalten und worüber nicht.

Wenn Sie noch keine oder nur wenige Kunden haben, fragen Sie sich: Wer könnte von meinem Angebot am meisten profitieren?

Ja, all diese Dinge können Sie nicht googlen, weshalb sie uns so große Probleme bereiten. Doch darin sind wahre „Goldschätze“ für Ihr Marketing enthalten.

Das zweite Element der Marketing Grundlagen ist die Message, die Marketingbotschaft.

Und dort beginnt die Marketing-Alchemie … Lassen Sie mich dazu etwas ausholen.

Viele sehen Marketing als eine Menge von Schritten, die zu geschehen haben, um den Kunden zum Kauf „zu bekommen“. Das ist die Sicht, die viele Marketer haben und mir ging es lange Zeit ebenso.

Doch es gibt eine andere Sicht.

Jetzt sehe ich Marketing als ein Abenteuer das zum Ziel hat, sinnvolle Veränderung herbeizuführen. Und zwar in manchen Menschen, keineswegs in allen. Eine Veränderung, die diese Menschen wollen – und bei der ich helfen kann.

Es ist keine Bürde.

Es ist keine Pflicht.

Es ist eine Reise.

Seth Godin betont in seinem Buch: „This is Marketing: You can´t be seen until you see“ drei entscheidende Fragen.

  1. Welche Veränderung wollen Sie bewirken?
  2. Wen wollen Sie verändern?
  3. Welches Versprechen können Sie Ihren potentiellen Kunden machen? (Hinweis: Ihr Versprechen muss in Verbindung stehen mit der Veränderung, die Sie bewirken wollen.)

Die eigentliche Aufgabe von Marketing ist es, positive Veränderung in der Welt herbeizuführen. Und genau das können Sie mit Ihrer Marketingbotschaft zum Ausdruck bringen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Grundlagen im Marketing

Damit sind wir beim dritten Element der Marketing Grundlagen angelangt, dem Medium.

Unsere Botschaft muss irgendwie zu unserem Markt. Genau diese Aufgabe fällt dem Medium zu. Sie können auch Kanal sagen.

Was kann ein Medium sein?

Das kann eine Facebook Fanpage sein. Das können Werbebriefe sein. Facebook oder Google Anzeigen. Pay per Klick. Das können Flyer sein oder Anzeigen. Vorträge, Webinare, Telefonakquise.

Beim Medium oder Kanal wird es etwas trickreich, denn die meisten machen sich keine Gedanken darüber, wo ihre Kunden sind. Oder wo ihre Kunden in Kauflaune sind.

Wir hören überall: Du musst dieses oder jenes machen und möglichst überall vertreten sein. Doch jedes Medium hat seine Besonderheiten.

Diese Besonderheiten muss ich darauf abstimmen a. passen sie zu meiner Zielgruppe. Und b. passen Sie zu mir, also zu meinen Zielen, zu meinen Ressourcen, zu meinen Möglichkeiten.

Hinzu kommt: Können Sie die beiden anderen Instrumente des Marketingdreiecks nicht spielen, werden Sie bei keinem vernünftige Ergebnisse erzielen.

Auf welchem Weg kann ich ein geeignetes Medium für mich und meine Kunden finden?

Es gibt ein paar Fragen, die Ihnen bei der Beantwortung dieser Frage helfen:

Erreiche ich damit meine Zielgruppe?

Ein Beispiel:

Geschäftsführer von Maschinenbau-Unternehmen, werde ich wahrscheinlich eher auf LinkedIn antreffen, als auf Twitter. Wahrscheinlich, denn letztlich muss ich jede Annahme prüfen.

Wie viel Zeit habe ich, dieses Medium zu bedienen?

Stehe ich ganz am Anfang oder benötige schnell Kunden, fallen viele Dinge, die ich für Akquise und Marketing machen kann, weg. E-Mail-Marketing ist sehr wirksam, doch es dauert eine Weile, bis ich hier eine vernünftige Liste aufgebaut habe.

Dasselbe gilt für Strategien wie SEO oder eine Facebook Fanpage.

Was kann ich stattdessen tun?

Nutzen Sie lokale Werbemethoden wie beispielsweise Vorträge. Eine unserer Kundinnen hat erfolgreich Vorträge in größeren Apotheken und Physiotherapie-Praxen gehalten.

Nutzen Sie professionelle Werbebriefe. Wenn es für Ihr Business passt, kann auch Telefonakquise ein sehr erfolgreicher Weg sein. Sabine Steege hat nach der Teilnahme an unserer Akquise-Masterclass eine dreiteilige Artikel-Serie auf ihrer Webseite geschrieben.

(Sehr empfehlenswert, falls Sie diese Art der Akquise starten wollen. Und mit beeindruckenden Zahlen, was die Ergebnisse betrifft.)

Nutzt Ihr Business alle Möglichkeiten?

Finden Sie verborgene Potentiale für mehr Wachstum, ein höheres Einkommen und mehr persönliche Freiheit.

screen

Wie viel Geld habe ich zur Verfügung, dieses Medium zu bespielen?

Sie benötigen für bestimmte Medien oder Kanäle ganz einfach ein bestimmtes Budget. Und auch wenn Ihnen eine Reihe von Experten sagen werden, dass Sie für sehr wenig Geld mit Facebook Anzeigen zuverlässig Kunden gewinnen können.

Überlegen Sie zweimal.

Wie reproduzierbar ist das Ganze?

Wenn Sie einmal Kunden gewonnen haben, dann wollen Sie das wieder tun. Doch woher wissen Sie, was jetzt exakt zu Ihrem Erfolg geführt hat?

Hier kommt wieder unser Marketing-Dreieck ins Spiel, denn Sie müssen wissen, was Sie tun, weil Sie Erfolge sonst nicht wiederholen können.

Es soll schnell, kostengünstig, wirksam, reproduzierbar sein – was bleibt?

Sie können erwähnte Werbebriefe erstellen. Sie können passende Messen und Ausstellungen besuchen und dort direkt Ihre Kunden ansprechen. Sie können über Empfehlungen aktiv Akquise machen. Damit habe ich meine ersten Kunden gewonnen. Und ich war damit lange Zeit sehr erfolgreich.

Das Fazit lautet:

Sie müssen ein Medium bis zu einem gewissen Grad beherrschen, bevor Sie Ergebnisse erzielen. Doch viele Business-Inhaber machen den Fehler, von einer Strategie zur anderen zu wechseln.

Wenn es Ihnen so geht, weil Sie verständlicherweise ungeduldig sind – lesen Sie erst das hier:

Mehr Erfolg als Selbständiger: Wie Quantensprünge Wirklichkeit werden

Sehen Sie eine neue Maßnahme mehr wie ein Beet, das Sie säen. Sie schütten nicht kübelweise Wasser darauf, Sie düngen nicht unkontrolliert, Sie schimpfen nicht nach wenigen Tagen, dass sich noch keine Früchte zeigen.

Sie wissen, es kostet Zeit und Mühe.

Zusammenfassung

Und hier ist es – eine der wichtigsten Grundlagen im Marketing. Das Marketingdreieck aus Market – Message – Media.

Womöglich schauen Sie jetzt darauf und denken: So schwer kann das ja nicht sein. Und so schwer ist es auch nicht. Wenn es konsequent umgesetzt ist.

Aber wenn das der Fall ist, haben Sie definitiv mehr Spaß als Solo-Unternehmer!

 

Sie sind mehr der Typ für´s Hören? Auch gut … Hören Sie passend unseren Podcast: Das Problem Nische: Wie stark muss ich mich in meinem Business spezialisieren?

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse...Folgen Sie uns auf Pinterest

Ihr nächster Schritt

In 20 Sekunden überzeugen

Der Shortcut zu mehr Aufträgen. Kostenlose Anleitung mit Arbeitsblättern, Beispielen und Checklisten.

Was steckt in Ihrem Business?

Finden Sie verborgene Potentiale für ein höheres Einkommen, mehr Wachstum und mehr Freiheit.

Was die Top 1% anders machen

Lernen Sie, was erfolgreiche Solo-Unternehmer wissen, das Sie nicht wissen, um sechsstellige Einkommen zu erzielen.