Die „Machen-Falle“ oder warum Fleiß nur der Anfang der Fahnenstange ist

von , zuletzt aktualisiert am 22. April 2019

Viele Business-Inhaber erleben früher oder später ein ungewöhnliches Phänomen …

Es wird im Marketing-Jargon als „gläsernes Dach“ beschrieben.

Stellen Sie sich das gläserne Dach wie einen Deckel vor, der Ihren Umsatz einfriert, wie eine Eisdecke die Fische in einem zugefrorenen See.

Sie kommen nicht weiter. Egal wie hart oder wie viel Sie arbeiten. Sie treten auf der Stelle. Auch wenn Sie smart sind, oder gut organisiert. Auch wenn Sie Ziele haben, schriftlich niedergelegt natürlich.

Woher kommt dieser Stillstand?

Ein Grund für das „gläserne Dach“ im Business ist nahezu aufreizend simpel

Es hat mit einer Falle zu tun, in die wir als Business-Inhaber immer wieder tappen. Und es ist ausnahmsweise nicht die Falle, zu niedrige Preise anzusetzen oder Marketing als etwas Unanständiges zu betrachten. 

Die Rede ist von der „Machen-Falle“.

Von der Manie immer, ständig, dauernd etwas tun zu müssen. Von dem inneren Drang keine Sekunde Stillstand aushalten zu können oder zu wollen, weil … ja, warum?

Die aufreizend simple Antwort:

Weil es uns das gute Gefühl gibt, produktiv zu sein. Es spornt uns an. Es vermittelt uns den Eindruck, dass wir vorwärts kommen. Doch das tun wir nicht.

Würden wir vorwärts kommen, würden wir Fortschritte sehen. Doch die sehen wir nicht.

Das Problem ist: Machen heißt nicht, das Richtige zur richtigen Zeit in der richtigen Dosierung zu tun. Die Sache, die JETZT wichtig wäre für den nächsten Schritt.

Das klingt womöglich harmlos. Doch es ist so gefährlich, wie das ständige Akzeptieren von Dingen in unserem Leben, die nichts mit uns zu tun haben. Diese Dinge sind vor allem eines: Sie sind sicher.

Scheinbar.

Weil wir sie eine Million mal getan haben. Wir haben damit Erfahrungen gesammelt, so dass sie unser „Default“ wurden.

Wir wählen sie, so wie wir Pasta wählen, wenn wir auswärts essen, obwohl wir unsere Kohlenhydrate eigentlich einschränken wollen. Jetzt sitzen wir hier und sehen nichts Appetitliches – und alle anderen wählen ebenfalls Pasta.

Also wählen wir Pasta.

Etwas Ähnliches passiert in unserem Business.

Unser Default ist Facebook. Oder Netzwerken. Diese Art von Angebot. Oder diese Art von Marketing. Oder etwas anderes, das uns relativ leicht von der Hand geht.

Der Grund, an Verhaltensweisen zu „kleben“, die uns nicht nützen ist in gewisser Weise schlau.

Der Fachbegriff dafür lautet Risikoaversion. Sie können auch sagen: Angst.

Da ist die Angst, dass Kunden etwas nicht akzeptieren. Dass sie uns in Scharen verlassen (auch wenn noch keine Kunden in Scharen da sind …). Dass wir uns blamieren. Und nackter als der Kaiser in „des Kaisers neue Kleider“ dastehen.

Diese Angst ist mehr als verständlich – und Sie können Sie durchbrechen

Hier ist der Punkt: Es gibt viele Dinge, die wir in unserem Business tun müssen, die unsicher, neu, herausfordernd, unangenehm, schwierig oder schlicht nervtötend scheinen oder es sind.

Und wir schieben sie immer wieder auf.

Das ist ein Fehler, denn wir müssen als Business-Inhaber neue Dinge tun. Noch schlimmer ist, wir geben die Verantwortung als „Leader“ in unserer Firma ab und mutieren zur Arbeitsbiene.

Damit haben wir für uns einen Job geschaffen, der sich kaum von dem unterscheidet, was wir nicht mehr haben wollten.

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Wir opfern mutige Träume für das einlullende Gefühl, dass uns das Machen von Dingen gibt, die uns vertraut sind.

Wie durchdringen Sie die „Machen-Falle“?

Verschreiben Sie sich strategische „Denkzeit“ für Ihr Business. Regelmäßig, als fixer Termin in Ihrem Kalender. Reservieren Sie beispielsweise einmal in der Woche zwei Stunden, um über die Zukunft Ihrer Firma nachzudenken.

Tauschen Sie sich mit anderen ernsthaften Unternehmern aus. Ich weiß, ich bin da in der luxuriösen Situation, dass ich kein Solo-Unternehmer mehr bin.

Ganz allein zu sein ist eine zusätzliche Herausforderung. Und sie ist keineswegs klein. Doch es gibt viele Möglichkeiten für Austausch, Mastermind und Networking – ein Grund, warum wir das Powerhouse gegründet haben.

Wir Unternehmer sind Macher. Und das ist gut so.

Wir sehen Ideen und formen daraus einen Kurs oder Workshop. Manchmal sogar eine ganze Bewegung.

Doch diese Eigenschaft kann uns zur Stolperfalle werden. Und zwar dann, wenn wir das Machen zum Selbstzweck erheben. Wenn wir nicht in Kontakt damit sind, was wir in unserem Business erreichen wollen und wie wir es am besten erreichen könnten.

Deshalb – geben Sie Ihrem Business die Zeit, die es braucht.

Geben sie ihm Denk-Zeit.

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse...Folgen Sie uns auf Pinterest

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