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Ihr Business vereinfachen: Drei Punkte, wie Sie spielerisch mehr schaffen

von , zuletzt aktualisiert am 08. November 2019

Die Dabbawalas in Mumbai liefern über 200.000 Mittagessen mit Fahrrädern, Schubkarren oder Muskelkraft durch die verstopften Straßen der 17-Millionen-Metropole. An einem Tag.

Die rund 5.000 Mitarbeiter sammeln früh die Mahlzeiten ein, die Ehefrauen für ihre in der Stadt arbeitenden Männer zubereiten und liefern sie zur Mittagspause aus.

Wenn sie in der Monsunzeit nicht gerade von Überschwemmungen gebremst werden, erfolgen die Lieferungen mit einer Pünktlichkeit von 99,9998 Prozent. Eine logistische Meisterleistung.

Das wirklich besondere daran ist jedoch, dass acht von zehn Mitarbeiter weder lesen noch schreiben können. Wie funktioniert das Ganze dennoch reibungslos? Die Antwort:

Das System ist an die Bedürfnisse der Mitarbeiter ausgerichtet

Die Abhol- und Lieferadressen sind auf dem kleinen Blechdeckel der Lunch-Box in einer für Analphabeten lesbaren Form dargestellt. Der Inhaber der Firma fand die Lösung in einer matrixähnlichen Kombination von Farben, Zahlen und Buchstaben.

Die Kuriere erkennen auf einen Blick, wo das Essen geholt und das leere Behältnis am Abend wieder zurückgebracht werden muss.

Das „Geheimnis“ dieser logistischen Meisterleistung ist also sehr einfach: Das „Wie“ – also Prozesse und Abläufe – wurde an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausgerichtet.

Und – es wurde maximal vereinfacht. Es ist so einfach, dass es Menschen verstehen, die keinerlei Bildung nach dem Verständnis eines klassischen Bildungssystems haben.

Können Sie sich vorstellen, wie mächtig ein solches System wäre, das in Ihrem Business etwas Ähnliches tut?

Lassen Sie uns darüber sprechen, was die Dabbawalas damit zu tun haben, wie Sie Ihr Business vereinfachen

Egal an welcher Stelle Sie in Ihrem Business sind, es existiert ein gewisses Fundament. Ihre Kern-Arbeit, die Ihnen Freude bereitet und in der Sie gut sind.

Und dann sind da all die Dinge, die Sie tun wollen, um Ihr Geschäft bekannter zu machen. Ihre Geschäftsidee und Ihre Arbeitskraft sind das Fundament. Alles andere – Ihre Projekte, Überlegungen, wie Sie die Dinge größer und schöner machen – das ist die Logistik.

Aber Ihre Pläne drohen an einer 17 Millionen-Einwohner Stadt mit unsäglichem Verkehr zu scheitern. Bildlich gesprochen.

Manchmal „erschlägt“ Sie das. Manchmal ignorieren Sie es und manchmal sagen Sie sich trotzig, dass dort gar keine Hindernisse sind. Aber egal was Sie über Hindernisse denken, sie sind da.

Sie stehen zwischen Ihnen und dem, was Sie gerade erreichen wollen.

Um mehr von Ihren großen und kleinen Zielen zu verwirklichen, müssen Sie hinaus in die Straßen, die Umgebung erkunden und die Hindernisse kennen lernen.

Und Sie benötigen ein einfaches System wie das der Adressverwaltung auf den Blechdosen, um sicherzustellen, dass Sie von A nach B gelangen.

Vereinfachung Ihres Business ist kein so schwerer Prozess – auch wenn es oft so aussieht

Hier ist der Punkt: Wir sind zuweilen in unserem eigenen Denken gefangen. Das passiert besonders dann, wenn uns eine Sache wichtig ist. Wenn unser Herz daran hängt und wir es wirklich wollen.

Dann engt sich unser Blick ein und wir nehmen nur noch die wenigen Zentimeter wahr, die direkt von unseren Füßen liegen. Und dann kann uns jede noch so kleine knorrige Wurzel zu Fall bringen, auch wenn wir sonst leichtfüßig darüber gesprungen wären ….

Uns fehlt der Überblick.

Sie können es auch „Big Picture“ nennen.

Dieses Big Picture zurück zu holen – und zwar immer wieder – ist eines der wichtigsten Dinge, damit wir nicht den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Ich gehe vor auf diesem Weg, wenn Sie mögen … und ich erzähle von einem Projekt, dass ich jahrelang vermieden habe – unsere Community Powerhouse

Das Powerhouse ist eine Membership-Seite für Solo-Unternehmer.

Und ich hatte gute Gründe, mich nicht an die Umsetzung zu wagen. Ich dachte:

  • Mike & ich müssen alles alleine machen. Content liefern, organisieren, betreuen etc.
  • dass ich für die Entwicklung eines so großen Projektes nicht genug Erfahrung habe.
  • dass ich viel Content benötige, für deren Erstellung ich viel Zeit benötigen würde.

Und all diese Ideen, wie unsere Mitglieder-Seite zu sein hat, spukten in meinem Kopf herum. Ich habe nächtelang wach gelegen. O.k. vielleicht nicht nächtelang, aber Dinge wie Imposter Syndrom, Overwhelm und Selbstzweifel hatten mich fest im Griff … ich erspare Ihnen die unschönen Details und springe an die entscheidende Stelle.

Der Augenblick, an dem ich entschied: Diese Sache ist mir zu wichtig. Ich muss mich wie eine große Unternehmerin verhalten und die Hindernisse aus dem Weg räumen.

Und genau das haben wir getan.Geholfen haben uns dabei unter anderem die folgenden drei Punkte. Punkte, die auf den ersten Blick unscheinbar aussehen. Womöglich unsexy. Aber sie funktionieren. Probieren Sie es aus…

Werkzeug Nr. 1: Falsche Glaubenssätze entlarven

Das erste Werkzeug ist die Ausgangsvoraussetzung, auf der die anderen beiden Werkzeuge aufbauen. Es ist das wichtigste und gibt die größten Hebeleffekte zur Vereinfachung Ihrer Arbeit.

Es geht darum, falsche Glaubenssätze zu vaporisieren. Sie können zu diesen Glaubenssätzen auch Annahmen sagen.

Egal wie Sie es nennen – es sind all die Ideen darüber, wie ein Projekt abzulaufen hat. Und diese Vorstellungen lassen uns glauben, dass wir nur so und nicht anders vorwärts kommen.

Was in der Folge dazu führt, dass wir für die zig anderen Möglichkeiten, die es auf dem Weg zur Realisierung des Projektes gäbe, blind sind. Wir sehen nicht, was wir nicht sehen.

Das bedeutet, wenn wir lediglich unsere falschen Annahmen aus dem Weg räumen, öffnet sich eine ganze Welt voller Möglichkeiten. Und unser Leben wird sehr viel leichter.

Glaubenssätze betreffen üblicherweise das WAS in Ihrem Business

Das sind Annahmen darüber, was Sie tun müssen. Es sind Vermutungen, die sich hinter der Maske von Fakten verbergen. Woran erkennen Sie falsche Glaubenssätze?

Üblicherweise enthalten Sie ein „muss“.

Ich muss einen Blog haben.

Ich muss schreiben.

Ich muss auf Facebook vertreten sein.

Beispiel: Content = Blogging

Ein Beispiel ist die Annahme, dass Content automatisch bedeutet, dass ich einen Blog benötige. Und dass ich regelmäßig blogge, also Artikel schreibe.

Wenn ich mir bei der Vorstellung, ich müsste jede Woche schreiben, lieber Zahnstocher unter die Fingernägel rammen würde, ist das keine gute Grundlage für Regelmäßigkeit.

Das ist ein gutes Beispiel für eine falsche Annahme

Irgendwann hat jemand aus der Marketing-Szene etwas von Content gesagt im Zusammenhang mit dem geschriebenen Wort. Vielleicht, weil er oder sie das Schreiben mochte. Und automatisch hat sich diese Annahme fortgepflanzt.

Vielleicht, weil dieser jemand bekannt war. Vielleicht, weil er oder sie gute Dinge zu sagen hatte.

Doch diese Annahme stimmt nicht automatisch. Und vor allem – sie stimmt nicht automatisch in dieser Ausschließlichkeit.

Ich muss nicht ständig schreiben, um Content zu produzieren. Ich kann mit einem Dutzend Artikeln durchaus gute (Such-) Ergebnisse produzieren.

Ich muss noch nicht einmal schreiben, um Content zu produzieren. Es ist möglich, Videos oder Podcasts aufzunehmen. Ich kann Interviews geben und viele andere Dinge tun.

Merke:

Sie haben es mit einem handfesten Glaubenssatz zu tun, wenn eine Einstellung zu einer Sache als Fakt erscheint, der unumstößlich ist. (Und ein virtuelles Ausrufezeichen enthält…).

Was können Sie tun, um die Komplexität aus Ihrem Business zu nehmen?

Sie können Ihre Annahmen oder Glaubenssätze aushebeln. Und nach meiner Erfahrung benötigen Sie dafür keinesfalls eine langjährige Therapie. Es geht sehr viel schneller. Stellen Sie sich die einfach die folgenden drei Fragen:

  • Was glaube ich hier, was die Wahrheit ist?
  • Ist absolut sicher, dass es wahr ist?
  • Was würde ich jemandem sagen, um zu erklären, warum ich glaube, dass es wahr ist?

Je mehr etwas als „der heilige Gral“ erscheint, umso wahrscheinlicher ist es, dass er es nicht ist. Finden Sie die Annahme und Sie fangen an, die Ausnahmen von dieser Regel zu finden.

Schauen Sie rechts & links. Finden Sie Menschen, die Regeln gebrochen und Dinge auf ganz andere Art tun, als es üblich oder die Norm ist.

Damit sind wir beim zweiten Werkzeug, dass kolossal therapeutisch wirkt … nur schneller.

Werkzeug Nr. 2: Engpässe oder Constraints finden

Unser erstes Werkzeug beschäftigte sich damit, wie wir große Fehlannahmen auflösen, die verhindern, dass wir mit Dingen in unserem Business starten.

Unser zweites Werkzeug beschäftigt sich mit den vergleichsweise kleinen Stolpersteinen. Darin geht es um die Annahme, dass manche Dinge nur so und nicht anders getan werden können.

Beispiele für Engpässe oder Constraints:
  • Ich muss meinen Content selbst schreiben.
  • Blog-Artikel müssen lang sein.
  • Ich muss jede Woche schreiben.

Kann es hilfreich sein, meinen Content selbst zu schreiben?

Absolut.

Aber es ist nicht zwingend notwendig. Wenn ich nicht schreiben mag, kann ich einen Podcast aufnehmen und jemanden bitten, daraus einen Artikel zu erstellen.

Und das Ganze hat dennoch meine eigene „Duftmarke“. (Besonders, wenn Sie jemanden beauftragen, der gut schreiben kann.)

Blog-Artikel müssen lang sein?

Nein. Keinesfalls. Auch wenn verschiedene SEO Tools und Trends uns das einreden wollen.

Seth Godin hat mit minimalistischen Artikeln ein ganzes Empire geschaffen.

Ich muss jede Woche schreiben?

Nein, keinesfalls. Ich kann aus einem Artikel durch schlaue Verwendung bis zu 20 Content-Teile „spinnen“.

Woher kommen diese Vorstellungen?

Ein Grund dafür sind Missverständnisse. Denken Sie nur an Spinat. Ein harmloser Kommafehler zwang Generationen armer Kinder in übermäßigen Konsum von Popeyes Lieblingsspeise.

Jeder hat am Anfang derartige „Vorurteile“ über die Dinge in seinem Business

Und es dauert eine Weile, bevor man seinen Blickwinkel verändert. Denn Sie müssen erst eine Bandbreite der Möglichkeiten erlernen, bevor Sie improvisieren können.

Oder anders ausgedrückt – Sie müssen Ihr Handwerk erst bis zu einem gewissen Grad beherrschen, bevor Sie den Wald vor lauter Bäumen sehen können.

Sie sind weder dumm noch weniger smart, wenn Sie einer Vorstellung anheim fallen und dann feststellen – es geht ja auch ganz anders.

Das liegt in der Natur der Sache.

Gehen wir noch einmal zurück zu unserem Membership-Debakel

Im Rückblick war der größte Glaubenssatz, der mich daran hinderte unser Powerhouse auf die Beine zu stellen, das Content-Dilemma.

Ich dachte, wir benötigen Unmengen davon.

Das war das größte Hindernis.

Doch dann fügte ich dieser Idee noch weitere „Mini-Hindernisse“ hinzu, die dazu führten, dass ich eine ganze Liste weiterer Minist-Hindernisse in meinen Kopf hatte.

Jedes einzelne davon eignete sich bestens, die Membership-Sache gar nicht erst zu starten. Eine Auswahl gefällig?

Aber gerne …

  • Content bedeutet schriftlicher Content, also Artikel
  • Ich muss täglich etwas posten
  • Es muss immer neu sein

Wenn wir von da aus weiter gehen, nimmt die Komplexität noch weiter zu. Es addieren sich die Fragen, wie:

  • finde ich die passenden Themen?
  • stelle ich sicher, dass es den Mitgliedern gefällt?
  • sorge ich für die Moderation der Fragen & Kommentare auf diese Artikel?

Kein Wunder, dass ich nicht startete und meine Abende lieber mit C. Sauvignon verbrachte …

Wie finde ich diese Art von Engpässen oder Constraints?

Im Unterschied zu Glaubenssätzen sind Engpässe oder Constraints relativ leicht auszuhebeln. Denn sobald wir unser Missverständnis bemerken, können wir eine Kurskorrektur vornehmen und weiter machen.

Achten Sie ganz einfach auf Dinge, die hart oder schwer scheinen. Achten Sie auf Dinge, die „man“ so und nicht anders macht.

Idealerweise machen Sie eine Liste dieser Dinge.

Die Schriftform bringt es zuweilen mit sich, dass wir auf einen Blick erkennen, warum etwas ein … nennen wir es Irrtum ist.

Als Daumenregel können Sie sagen: Wenn etwas super schwer, nahezu unmöglich oder vollkommen außer Reichweite scheint ist es ein Engpass.

Merke:

Es gibt immer einen anderen Weg. Wir sehen ihn nur nicht immer oder nicht immer sofort. Ein einzelner Mann hat ein Imperium darauf aufgebaut, weil er ein Pülverchen in Tüten abpackte, was vor ihm noch niemand getan hat.*

Business muss nicht hart sein.

Was können Sie tun, um Ihr Business einfacher zu gestalten?

Ein Grund, weshalb wir die Dinge tun, wie wir sie immer getan haben lautet: Gewohnheit. Wir greifen auf Bewährtes zurück und nutzen, was wir kennen und so oder ähnlich bei anderen sehen.

Und das ist durchaus sinnvoll. Denn unser Gehirn benötigt Unmengen von Energie in Form von Kalorien, weil Denken anstrengend ist.

Wenn wir uns hingegen bewusst machen, dass es für uns bessere Wege oder sogar Abkürzungen gibt, dann „investieren“ wir in diese anstrengende Tätigkeit.

Lesen Sie mehr hier: Business Ziele setzen: Warum Realismus ein Fehler ist

Werkzeug Nr. 3: „First Principles“ oder Die wichtigsten Anforderungen entlarven

Bevor er zu dem Mega-Unternehmer wurde, der Paypal, Tesla und SpaceX aufbaute, studierte Elon Musk Physik an der Stanford Universität in Kalifornien. Und von dort brachte er die Grundlage für unser nächstes Werkzeug, das „First Principle“ Denken, mit.

„First Principles“ Denken ist der Akt, etwas in seine grundlegenden Teile herunterzubrechen – und dann von dort aus etwas Neues und Besseres zu bauen.

Und egal wie man zu Elon Musk steht, eines ist klar – er schafft nicht nur extrem viel und ist damit sehr erfolgreich. Er hat auch noch ein Leben 😉

Was ist „First Principles“ Denken und wie kann es Ihr Business vereinfachen – und erfolgreicher machen?

Ein erstes Prinzip ist eine Annahme, die nicht weiter heruntergebrochen werden kann. Vor über 2.000 Jahren definierte Aristoteles ein „First Principle“ als „die erste Basis, von der aus eine Sache gekannt wird“.

Die Welt in der wir leben ist komplex.

Und das war sie schon zu Zeiten von Aristoteles, weshalb er diese Art der Herangehensweise an Probleme immer anwandte. Er sagt damit vereinfacht formuliert: Wir starten mit Annahmen über eine Sache und arbeiten uns rückwärts, um die zugrundeliegenden „Wahrheiten“ zu finden, auf der diese Annahmen basieren.

Die Fundamente oder auch unstrittigen Tatsachen.

René Descartes folgte einem ähnlichen Denkprozess, wo er „systematisch alles in Frage stellte, was er in Frage stellen konnte, bis er mit dem zurückblieb, was unzweifelhafte Wahrheiten waren“.

Sie können auch fragen: Wovon weiß ich 100%ig sicher, dass es die Wahrheit ist? Was ist bewiesen?

Die Sache mit der Rakete

Das bekannteste Beispiel für den Einsatz des „First Principle“ Denken ist der Bau seiner Rakete. Musk wollte eine Rakete haben, fand jedoch die 65 Millionen Dollar Kosten, die am freien Markt üblich sind, leicht übertrieben.

Verständlich.

Und er fragte sich, ob es einen anderen Weg geben könnte. Er sagte in einem Interview:

„Ich nähere mich Dingen über die Physik. Die Physik lehrt uns, über First Principles zu argumentieren und nicht über Analogien. Also sagte ich o.k., lass uns die First Principles anschauen. Woraus besteht eine Rakete? Aluminium, Titanium, Kupfer, Carbon. Dann fragte ich, was ist der Wert dieser Materialien auf dem Markt? Es zeigte sich, dass die Materialkosten für eine Rakete rund 2% des üblichen Preises betrugen.“

Jeder andere hätte gedacht: „Wir brauchen eine Rakete“ ist das erste Prinzip, unumstößlich, auf der Hand liegend, Fakt.

Musk sagte: Wir brauchen keine Rakete. Wir können eine bauen. Was wir wirklich benötigen sind Elemente – besonders Al-13, Ti-22, Cu-29 und C-6.

Und so kam es, dass Elon Musk von Stund an Raketen an den Mann & die Frau brachte …

 

Was das mit den Problemen als Business-Inhaber zu tun hat

Um das zu verdeutlichen, lassen Sie uns noch einmal zu meinem Dauer-Warteschleifen-Dilemma mit unserem Powerhouse gehen.

Meine größte Befürchtung war, dass ich die Menge an Content nicht würde liefern können.

Im Sinne der „First Principle“ Strategie lautet die erste Frage für mich:

Was ist der entscheidende „Bestandteil“ einer Gemeinschaft?

Die Menschen darin.

Die zweite Frage lautete für mich:

Was ist das wesentliche, wonach Menschen in einer Gemeinschaft suchen?

Da wäre Inspiration, Austausch, Netzwerken, gemeinsame Zeit verbringen, voneinander lernen, Fragen stellen etc.

Wenn ich jetzt an Netzwerktreffen denke, was passiert dort?

Es gibt jemanden, der das Event ausrichtet und den Rahmen schafft. Und es gibt Teilnehmer, die dazu beitragen, dass das Event ein Erfolg wird. Und da hatten wir unsere „grundlegenden Bestandteile“.

  • Jemanden, der den Rahmen schafft.
  • Menschen, die den Rahmen füllen.

Mike & ich schaffen den Rahmen und die Mitglieder sorgen (mit) dafür, dass das Powerhouse ein Erfolg wird. Davon ausgehend ist unsere wichtigste Aufgabe im Powerhouse die der Gastgeber.

Was ist die Aufgabe eines guten Gastgebers?

  • Informationen zu liefern, was, wann, wo zu finden ist und was der Anlass ist. Nichts ist schlimmer, als unvorbereitet auf einer Geburtstagsparty zu erscheinen, noch dazu in Jeans, während alle anderen im kleinen Schwarzen glänzen.
  • Die Gäste zu begrüßen & ihnen Orientierung zu bieten & sie einander vorzustellen.
  • Für ein schönes Ambiente sorgen, in dem man gerne eine Weile bleibt.

Das bedeutete in unserem Fall für das Powerhouse:

  • Wir bieten ein „Onboarding“ mit einer Führung, die einerseits Orientierung bietet & bei der sich neue Mitglieder zwanglos kennen lernen können, live per Zoom. Sie wird von Vanessa durchgeführt. So fällt der Faktor der Unsicherheit weg und neue Mitglieder fühlen sich schneller „zu Hause“.

Aber wie sorgen wir für ein schönes Ambiente, in dem man gerne eine Weile bleibt? Da gibt es viele kostenlose Dinge, die sehr wirkungsvoll sind …

Da kommt wiederum der Content ins Spiel. Aber mittlerweile anders, als wir es anfangs dachten. Ein fester und wichtiger Bestandteil sind nämlich Workshops, die von den Mitgliedern selbst gehalten werden. Und das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Übungszwecke: Wenn jemand noch unerfahren ist in Live-Vorträgen, kann er oder sie in einem geschützten Raum im Powerhouse üben.
  • Testzwecke: Ähnliches gilt für ein neues Thema, dass auf diesem Weg angetestet werden kann, um Feedback zu erhalten.
  • Promotion: Jeder Business-Inhaber weiß, wie schwierig es zuweilen ist, gute Dienstleister zu finden. Mit einem Workshop kann man sein Wissen zeigen – und wer an diesem Thema Bedarf hat kann sich von der Expertise überzeugen.
  • Abwechslung: Natürlich halten Mike und/oder ich regelmäßig Workshops, Vorträge und Q+A Sessions. Doch es ist umfang- und abwechslungsreicher, wenn das auch andere Mitglieder tun.

Darauf wären wir nicht gekommen, hätten wir uns an den üblichen Mitgliederseiten orientiert. Und das ist normalerweise das Ergebnis, wenn wir nach Analogien – also Vorbildern – schauen.

Zugegeben – „First Principle“ Denken ist der anstrengendere und zuweilen weitere Weg.

Aber er hat einen unschätzbaren Vorteil: Sie schaffen etwas, das einzigartig ist. Und das ist es, wonach unsere Kunden suchen.

Merke: 

Wenn Sie ein größeres Vorhaben immer wieder aufschieben kann es sein, dass Sie dafür einen anderen „Hebel“ benötigen. Und erfahrungsgemäß hilft es auch nicht, sich zu zwingen oder schlimmer – die Methoden anderer zu imitieren.

Was können Sie tun, um mehr Leichtigkeit in Ihre Arbeit zu bringen?

Wenden Sie das „First Principle“ Denken an. Wir neigen dazu, in Analogien zu denken. Wir suchen Ähnlichkeiten für etwas und Verbauen uns damit den Weg zu einzigartigen und großartigen Lösungen. Auch wenn dieser Weg etwas länger dauert – er lohnt sich.

Gönnen Sie sich etwas kreative Auszeit und nähern Sie sich der Sache spielerisch.

Lesen Sie auch: Planung für ein Solo-Business: Zwei eher ungewöhnliche Punkte für mehr Erfolg

Zusammenfassung

Und das sind sie – drei Punkte, wie Sie Ihr Business vereinfachen, auch wenn Ihnen womöglich gerade alles über den Kopf wächst. Dieser Zustand ist normal. Immer wieder sogar. Denn die Dinge sind nie „in Zement gemeißelt“.

Sie verändern sich, so wie wir uns verändern und sich unsere Kunden verändern.

Was sich nicht verändern sollte ist unsere Bereitschaft, uns darauf einzustellen und neue Wege zu gehen.

 

 

Und wo könnten Sie jetzt weitermachen beim Projekt „Business vereinfachen“? Hier unsere Empfehlungen …

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Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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