25 Anzeichen, dass Sie Ihr Business wie ein Hobby betreiben

von , zuletzt aktualisiert am 14. Januar 2020

Schnelle Quiz Frage: Was taten Sie heute als erstes, als Sie sich an Ihren Schreibtisch setzten?

☐ E-Mails beantworten

☐ Facebook checken

☐ Newsletter lesen

Falls Sie eines davon angekreuzt haben (oder alles …) UND Ihr Business läuft so, wie Sie es sich vorstellen: Stoppen Sie hier.

Dieser Artikel ist Zeitvergeudung für Sie.

Läuft es jedoch noch nicht so, wie Sie es sich wünschen, sollten Sie weiterlesen. Denn es ist gut möglich, dass die Dinge mit ein paar Veränderungen in die richtige Richtung gehen.

Diese Dinge haben vor allem damit zu tun, welche Einstellung Sie Ihrem Business gegenüber haben. Einstellung? Reicht denn nicht der Wunsch, meine Gabe in die Welt zu bringen? Ja. Und nein.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Gründung? Das Gefühl der Unabhängigkeit …

Vielleicht wollten Sie nicht gerade die Weltherrschaft an sich reißen. Aber Sie wollten etwas tun, auf das Sie stolz sind. Doch oft fühlt es sich nicht so an. Es drücken das „Hamsterrad“, ausbleibende Kunden, das Alleinsein im Home-office und schlicht Überforderung.

Einer der Gründe ist etwas, das Mike & ich in den ersten Jahren am eigenen Leib erlebt haben.

Weniger erfolgreiche Unternehmer betreiben ihr Geschäft wie ein Hobby. Was nichts mit der Wochenarbeitszeit zu tun hat.

Es geht vielmehr um die Dinge, die wir vermeiden. Man nimmt sich selbst als Unternehmer nicht wirklich ernst. Das Wort kommt uns irgendwie „zu groß“ vor.

Die Folge? Ihre Kunden tun das auch nicht. Hier die 25 häufigsten Anzeichen dafür, dass Sie Ihr Business (noch) wie ein Hobby betreiben.

#1 – Kein Firmenkonto

Wir erleben immer wieder, dass Selbständige, die seit Jahren eine Firma haben, kein separates Firmenkonto besitzen.

Falls das bei Ihnen der Fall ist: Beheben Sie das. Damit eine Firma eine echte Firma ist, benötigen Sie bestimmte äußere Anzeichen. Für sich selbst und für Ihre Kunden.

Ein separates Firmenkonto macht nicht nur die Buchhaltung sehr viel leichter. Es ermöglicht, dass Sie sich Ihre Zahlen anschauen. Und das vermeiden wir nur allzu gern, weil wir zuweilen nicht so genau wissen wollen, wie es aussieht.

Fazit

Ein Firmenkonto ist womöglich kein absolutes „must have“. Doch es tut zwei entscheidende Dinge: Sie sehen sofort, wo Sie im Hinblick auf Ihre Finanzen stehen. Und das ist etwas, wovor viele Selbständige die Augen verschließen …

Plus – ein Firmenkonto ist eines der ersten gleichsam physischen Zeichen für ein „echtes“ Business. 

Und das ist eine wirklich gute Sache. Mehr in diesem Podcast: KPI’s: Wie Sie Ihrem Business den Puls fühlen

#2 – Kein Gehalt

Der nächste Punkt ist eng verwandt mit dem ersten. Wenn Sie sich kein Gehalt bezahlen leben Sie sprichwörtlich von der Hand in den Mund.

Sie nehmen, was Sie gerade benötigen. Doch Sie wissen nicht, ob Sie profitabel sind – oder nicht. Sie planen nicht für Investitionen und Anschaffungen.

Ein entscheidender Punkt, um Ihr Business voran zu bringen. 

Und Sie berauben sich des guten Gefühls, Fortschritt zu machen. Und deshalb für Ihre Arbeit eine Entlohnung zu verdienen.

Fazit

Zwei Dinge haben für Mike & mich einen großen Sprung in Punkto Umsatz und Profitabilität gemacht. Das eine ist eine bestimmte Art der Planung zu der wir im Powerhouse, unserer Unternehmer-Community, einen kompletten Workshop gemacht haben.

Das andere ist der Einsatz von Profit First von Mike Michalowicz. (Und auch dazu gibt es einen Workshop im PHC.)

#3 – Keine Ziele

Was wollen Sie in einem Jahr, einem Quartal, einem Monat erreichen? Wie viele Kunden wollen Sie gewinnen? Wie viel Umsatz wollen Sie erwirtschaften? Welchen Lebensstil soll Ihr Business unterstützen?

Wenn Sie keine Idee haben, wo Sie hinwollen, können Sie keinen Plan erstellen, wie Sie dorthin kommen. Und damit ist keinesfalls gemeint, dass Sie in drei Jahren sechs- oder gar siebenstellig verdienen müssen.

Fazit

In dem Buch „Alice im Wunderland“ steht Alice an einer Weggabelung und fragt: Welcher Weg ist der Richtige? Die Katze erwidert: Wo willst du denn hin? Alice sagt: Ich weiß es nicht. Und die Katze antwortet: Dann ist jeder Weg der Richtige. 

Sie müssen keinesfalls die nächsten 10 Jahre in Ihrem Business haarklein skizziert haben. Doch es gibt Ihnen ungleich mehr Sicherheit, sich über die Umrisse Klarheit zu verschaffen.

Lesen Sie hier mehr: Business Ziele setzen: Warum Realismus ein Fehler ist

 

 

Firmenziele

Die Richtung für Ihre Firma ergibt sich aus drei Komponenten.

#4 – Sie verkaufen „aus dem Bauch heraus“

Ich verstehe es, wirklich. Die Chancen stehen hoch, dass Sie das Verkaufen nicht mögen. Sie mögen die Arbeit mit Ihren Kunden, Beratung, Consulting, die Kreation neuer Angebote.

Doch Verkaufen … fühlt sich einfach nicht gut an.

Doch der Punkt ist – wenn Sie ein Business haben, müssen Sie verkaufen. Können Sie das nicht – oder nur „halb“ – konzentrieren Sie sich auf die falschen Menschen, sagen das Falsche zur falschen Zeit und übersehen echte Chancen.

Fazit

Verkaufen ist eines der Dinge, die fast niemand mag. Egal ob Solo-Unternehmer oder Konsument. Und das ist keinesfalls Ihre Schuld, denn da draußen gibt es so viele Tipps & Strategien, die nicht funktionieren.

Doch Verkaufen ist keine Aneinanderreihung von Tipps & Strategien. Sie müssen es lernen, wie das Schreiben von Newslettern, WordPress, das Erstellen von Angebotsseiten oder die Nutzung von Leverage Effekten zur Umsatzsteigerung.

Lesen Sie mehr hier:

Erfolgreiche Strategiegespräche: 5 Fehler und worauf es ankommt, um Klientinnen zu gewinnen

Angst vor dem Verkaufen ablegen: Drei Konzepte, die das Thema leichter machen

 

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Wie Sie jeden in 20 Sekunden (oder weniger) überzeugen

Lernen Sie in unserer kostenlosen, 22 Seiten starken Anleitung, wie Sie ein Intromercial – eine Kurzvorstellung Ihres Angebots – erstellen, mit dem Sie praktisch überall Kunden gewinnen können.

#5 – Sie betrachten Investitionen als Kosten

Ich bin immer dafür, die Kosten im Business im Blick zu behalten. Doch wenn Sie ausschließlich die kostenlose Version von etwas nutzen, senden Sie damit ein Signal. An Ihre Kunden – und an sich.

Dieses Signal sagt nicht eindeutig: Ich bin ein Business!

Denn Sie zeigen, dass Sie nicht wirklich unternehmerisch denken. Denn die Frage lautet nicht: Wie viel kostet etwas? Sondern die eigentliche Frage lautet: Wie viel Zeit, Umsatz, Geschwindigkeit BRINGT mir das?

Wenn mir ein Freelancer eine Landing-Page für 200 Euro gestaltet und ich alternativ 25 Stunden eigenem (erfolglosen) Herumfrickeln spare (in der ich Marketing machen kann, um neue Kunden zu gewinnen …), dann ist das ein Schnäppchen.

Und ehrlich?

Dieses Geld ist vorhanden. Und ich weiß es so genau, weil ich selbst früher in Kosten statt in Gewinn gedacht habe. Es ist ein Fehler. Fragen Sie sich stattdessen: Was bringt diese Investition?

Fazit

Sich zu fragen, wie Sie mehr Zeit haben, an den wichtigsten Aufgaben in Ihrem Business zu arbeiten, ist ein entscheidender Schritt für Wachstum.

Für Sie. Und für Ihr Business.

Lesen & sehen Sie mehr hier: Mehr Erfolg im Business erwünscht? Welchen Satz Sie ignorieren müssen

#6 – Sie investieren zu wenig Zeit in Weiterbildung

Wie viel Zeit haben Sie in den vergangenen Wochen Ihrem (echten) Hobby gewidmet? Und wie viel Zeit haben Sie in Weiterbildung investiert?

Der Punkt ist: Wissen kann Ihnen den entscheidenden Vorsprung vor Mitbewerbern geben. Egal ob als Texter, Webdesigner, Coach, Berater, Fitnesstrainer usw. Denn die meisten Menschen haben kontinuierliche Weiterbildung nicht auf dem Plan.

Ich weiß, es ist immer zu wenig Zeit. Das verstehe ich.

Deshalb reservieren Sie dafür Zeitblöcke. Das kann ein ganzer Tag in der Woche oder im Monat sein. Eine Stunde am Abend. Oder Sie können beim Sport und im Auto Audiobücher hören.

Und Sie werden sich wahrscheinlich wundern, wie viel Zeit dabei bereits zusammen kommt.

Oder natürlich den Passion & Profit Podcast 😉

Fazit

Zwei Dinge sind der Motor für ein erfolgreiches Business nach Peter Drucker, Ökonom: Marketing & Innovation. Und das bedeutet, Sie müssen Ihren Kunden Neues bieten, wollen Sie sie als Kunden behalten.

Neues Wissen hilft Ihnen dabei. Und vielleicht dieses Video … Warum Druck notwendig und gut ist

#7 – Ihre Kunden sind „schwierig“

Manche Kunden können sich einfach nicht entscheiden. Oder sie haben tausend Ausreden (pardon, Gründe…), warum sie dieses Mal nicht kaufen.

Doch auch wenn Sie es womöglich nicht gern hören – das liegt nicht an Ihren Kunden. Die gute Nachricht lautet: Sie haben eine Armada von Möglichkeiten, unentschlossene Kunden „über die Kaufkante“ zu helfen.

Ihre Wunderwaffe dabei? Sie ahnen es … professionelles Marketing.

Fazit

Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass Sie 80% Ihrer Zeit als Unternehmer für Marketing und 20% für den Rest aufbringen sollen. Als ich erstmals davon hörte, konnte ich es nicht glauben.

Und hatte keine Idee, wie ich es umsetzen sollte. Doch es stimmt.

Lesen Sie mehr hier:

Akquise Wege: Welchen soll ich wählen? 4 Fragen für die Entscheidung

Umgang mit Kunden: Was tun, wenn Klienten schwierig sind?

#8 – Sie haben keine Systeme …

Und das bedeutet, Sie tun, was gerade auf Ihren Schreibtisch flattert.

Wenn eine Kundenanfrage kommt, sind Sie sind einen Vormittag damit beschäftigt, die passende Antwort zu formulieren. Sie haben kein System, wonach Sie Tätigkeiten automatisieren, vereinfachen und so schneller erledigen.

Systeme sind die Voraussetzung, um Arbeit effizient zu erledigen oder sie outzusourcen.

Und das ist der erste Schritt zu Firmenwachstum.

Fazit

Wenn Sie sich fragen, warum sich Ihre Umsatzziele partout nicht realisieren lassen, liegt hier wahrscheinlich einer der Gründe. Denn Sie müssen die Art, wie Sie gearbeitet haben an Ihre Ziele anpassen.

Das ist nicht leicht. Und es geht nicht von selbst oder über Nacht.

Mehr dazu hier: Mehr erreichen: Geheimwaffe Systeme im Business (Podcast)

Automation, Leverage, Multiplikation: Was Ihre Firma größer macht

 

 

systematisch arbeiten

Arbeiten Sie systematisch? Oder eher chaotisch? ©ra2studio – Fotolia.com

#9 – … und keine Standards

Standards gewährleisten, dass Sie nicht „heute so und morgen so“ arbeiten. Was dazu führt, dass Kunden irritiert sind und wegbleiben. Nehmen Sie Ihr bevorzugtes Restaurant.

Wählen Sie dort Ihr Lieblings-Menü, erhalten Sie es immer wieder auf die gleiche Weise zubereitet. Kunden wollen gleichbleibende Qualität. Und Standards helfen Ihnen, diese Qualität beizubehalten.

Doch Standards tun noch etwas: Sie helfen Ihnen, die wichtigen Bereich in Ihrem Business im Auge zu behalten. Denn oft könnten wir uns die Kundengewinnung erleichtern – und erkennen es nicht.

Fazit

Nach unserer Erfahrung aus über 2.000 Stunden Coaching mit unseren Kunden sind fehlende Standards der Grund, warum Geld im sprichwörtlichen Sinne „auf dem Tisch“ gelassen wird.

Ein vergessener Call to action am Ende einer E-Mail. Das versäumte Follow-Up. Fehlende Informationen auf einer Verkaufsseite. Das klingt für Sie nach Peanuts?

Ich verspreche: Das ist es nicht …

#10 – Sie kennen Ihre Zielkunden nicht gut genug

Wann immer wir mit einem Kunden arbeiten, der ein Umsatzplateau erlebt, ist das eines der Probleme: Mangelnde oder ungenügende Kenntnis der eigenen Kunden.

Was sind die Probleme, Wünsche, Hoffnungen? Wie formulieren Kunden das? Was sind die Wünsche HINTER den offensichtlichen Wünschen?

Nein, Sie müssen nicht jedes Detail seines oder ihres Konsumverhaltens kennen. Doch Sie müssen wissen, wie diese Menschen „ticken“.

Fazit

Noch jeder unserer Coaching-Klienten hat von einer speziellen Interview-Technik profitiert, die wir empfehlen. Denn es geht oftmals weniger um die offensichtlichen Dinge, die Ihnen Kunden erzählen, als um das, was Sie „zwischen den Zeilen lesen“ können.

Hier mehr dazu:

Wie Sie vermeiden, dass sich ideale Kunden nicht angesprochen fühlen

Der SUP – der Solo Unternehmer Plan für ein funktionierendes Business

#11 – Sie wissen nicht, was Sie WIRKLICH für Kunden tun

Dieser Punkt ergibt sich aus dem vorherigen. Denn Sie können nur dann in die richtigen Worte fassen – Worte, die Ihre idealen Kunden erreichen – wenn Sie wissen, was diese Menschen wollen.

Wir nennen es bei Passion&Profit das Schlüssel-Schloß-Prinzip: Ihre Kunden reagieren auf ganz bestimmte Dinge, die ihnen sagen, das hier passt für mich. 

Je besser Ihre Marketingbotschaft auf diese Menschen zugeschnitten ist, umso leichter, mehr & erfolgreicher werden Sie verkaufen.

Fazit

Es kann frustrierend sein, wenn Sie schon länger im Business sind und feststellen: Ich habe noch Einiges an Luft nach oben … Ich verstehe Sie.

Und seien Sie versichert: Das geht praktisch allen Solo-Unternehmern so. Wir starten ein Business. Und irgendwann stellen wir fest – es ist mehr mit Heftpflastern zusammengeklebt, als ein funktionierendes Etwas.

Starten Sie an einer Stelle. Und nehmen Sie sich eine Sache nach der anderen vor.

Lesen & hören Sie mehr hier:

AIDA oder die Formel, damit Kunden zuhören und kaufen, Teil 1

Das goldene Marketing-Dreieck: Message, Market, Media

#12 – Sie arbeiten nach dem Zufallsprinzip

Sie sind der Boss in Ihrer Firma. Und das bedeutet: Sie müssen entscheiden, was unwichtig ist – und was Priorität hat. Und das kann beängstigend sein. Als Angestellter hat jemand gesagt, was zu tun ist. Zumindest in groben Zügen.

Das ist jetzt Ihre Aufgabe.

Und das ist schwer, weil alles wichtig scheint. Netzwerken, Marketing, Flyer, Newsletter… Sie fühlen sich überfordert von all den Dingen. Und ständig nagt die Frage: Ist es das richtige?

Fazit

Diese Sache kann ein Problem werden. Muss es aber nicht. Wenn Sie eine einfache Form von Planung in Ihre tägliche Arbeit holen, wird vieles leichter.

Und wenn Sie erkennen, welche Arbeiten Sie regelmäßig vermeiden, weil Sie sie nicht mögen, sind Sie einen großen Schritt weiter.

Lesen & hören Sie mehr hier:

Warum Zukunftspläne für ein Business untergehen & wie Sie das Problem lösen

Umgang mit Druck als Unternehmer: Wie es leichter wird

#13 – Sie belegen wahllos Kurse …

… aber setzen nicht um. Dafür kann es viele Gründe geben.

Unentdecktes Erwachsenen-ADHS, wie es bei uns der Fall war. Die Anzahl der Erwachsenen mit dieser Disposition ist gerade bei Unternehmern überdurchschnittlich hoch.

Es kann an den falschen Zielen liegen. An zu wenig Struktur. Es kann auch daran liegen, dass Sie zu viel auf einmal von sich verlangen. Oder dass Sie kleinere Schritte gehen müssen.

Vielleicht auch, dass Sie sich allein fühlen (falls das der Fall ist, sollten Sie einen Blick auf unsere Unternehmer-Community Powerhouse werfen. Es ist vielleicht genau das, was Ihnen fehlt …)

Fazit

Für diesen Punkt gibt es eine einfache Lösung. Und ich bin sicher, sie nimmt Ihnen 90% der Kopfschmerzen mit Kursen, die noch auf Ihrer Festplatte schlummern … sind Sie bereit?

Arbeiten Sie die Kurse nach den Prioritäten in Ihrem Business ab.

Kaufen Sie nicht wahllos, was Ihren Weg kreuzt. Lernen Sie, was gerade zu den Zielen in Ihre Business passt. Und für den Rest: Fragen Sie andere Unternehmer. Beispielsweise im Powerhouse 😉

Hier mehr dazu:

Die drei Zeitstränge im Business & was sie mit langfristigem Erfolg zu tun haben

Planung für Ihre Firma: 4 Schritte zu mehr Klarheit

# 14 – Sie haben kein gutes Verhältnis zu Ihrer Zeit

Wir alle kennen das: Sobald wir selbständig sind, gerade als Frau, sind wir für unsere Familie quasi „jederzeit verfügbar“. Schnell etwas erledigen? Du hast doch nichts zu tun …

Wenn jemand anruft und sich austauschen will – wissen Sie, was Sie das kostet? Als Angestellte wären wir nie auf die Idee gekommen, während der Arbeitszeit private Dinge zu tun. Und wenn, nur in homöopathischen Dosen.

Doch als Unternehmer ist Ihre wichtigste Ressource Ihre Zeit. Sind Sie sicher, dass Sie sie entsprechend schätzen?

Fazit

Mein Unternehmertum startete, als ich verstand: Zeit ist die einzige Ressource, die mir nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Denn Umsatz kann ich erwirtschaften.

Ist Ihre Zeit weg, ist sie weg. Deshalb hüten Sie sie wie Ihren Augapfel.

Mehr dazu hier:

Ihr Business vereinfachen: Drei Punkte, wie Sie spielerisch mehr schaffen

Produktivität im Home Office: Selbstmanagement First

#15 – Sie haben keine Vision

Bei dieser Frage geht es um mehr als einen Plan. Es geht um mehr als Umsatz. Es geht um die Frage: Wo wollen Sie mit Ihrer Firma hin? Was ist der Endzweck?

Ihre Vision ist die fleischgewordene Motivation jeden Morgen aufzustehen und Ihr Bestes als das Minimum dessen anzusehen, dass Sie zu leisten im Stande sind.

Was ist es für Sie?

Fazit

Ganz ehrlich? Mit dem Thema Vision habe ich mich Jahre im wahrsten Sinne des Wortes „gequält“. Ich dachte, es muss etwas Großes, Überwältigendes sein, was ich da entwickle.

Bis ich verstand: Das muss es nicht.

Ich startete irgendwo und schrieb ein paar Gedanken auf. Und dann noch ein paar. Und noch ein paar. Versuchen Sie es, es funktioniert …

Lesen Sie hier weiter:

Wie Sie die persönliche Freiheit als Unternehmer wirklich erlangen

#16 – Sie denken von einem Auftrag zum nächsten

Ihre Arbeit hat sich ausgezahlt und Sie haben Ihren ersten Auftrag gewonnen. Sie arbeiten daran ebenso motiviert … denn Sie wollen Ihren Kunden ja zufrieden stellen. Dann ist der Auftrag beendet.

Und Sie fallen in ein Loch. Nein, Sie konsumieren weder Rotwein zum Frühstück noch Binge-watchen Sie die ganze Nacht Lucifer. Obwohl, der Mann hat was …

Aber Sie stellen fast erstaunt fest, dass kein neuer Auftrag auf Sie wartet.

Der Grund: Sie haben die Pipeline nicht gefüllt. 

Und das ist keineswegs ein Vorwurf, denn woher sollten Sie es wissen? Mit ES ist gemeint, dass Sie immer Akquise machen müssen. Es muss Bestandteil Ihrer Arbeit sein.

Sie erinnern sich an die 80/20 Regel aus Punkt #7? Ja, genau deshalb ist sie so wichtig – damit Sie nicht überraschend ohne Kunden oder neue Aufträge dastehen.

Fazit

Dieser Schritt ist ganz und gar nicht trivial. Denn Sie müssen sich umgewöhnen und Umgewöhnung ist per se selten leicht. Es kann der Fall sein. Doch nach meiner Erfahrung tun wir uns alle damit schwer.

Und es trifft uns Unternehmer auf dreifache Weise. Wir müssen

  • anders arbeiten, als wir es als Angestellte gewöhnt waren. Wir benötigen Business-Multitasking.
  • Dinge tun, die wir nicht mögen – oder vor denen wir schlichtweg „kollabieren“.
  • wie Unternehmer agieren, obwohl wir noch nicht wissen, was das eigentlich bedeutet.

Lesen Sie hier mehr dazu:

Was erfolgreiche Unternehmer unterscheidet

Hilfe – wie bekomme ich mehr Kunden?

#17 – Sie haben keine – oder eine schlechte Webseite

70% der Kunden haben eine Kaufentscheidung getroffen, bevor sie sich an einen Anbieter wenden. Die Informationen holen sie sich im Internet.

Und das bedeutet – Ihr bester Verkäufer könnte Ihre Webseite sein.

Wenn Sie sie entsprechend gestalten. Die meisten Webseiten, die wir sehen, verfügen über großes Potential. Will heißen: Sie sollte gründlich überarbeitet werden, weil Kunden nicht verstehen, worum es geht oder was sie von dem beschriebenen Angebot haben.

Sind Sie sicher, dass Ihre nicht dazu gehört?

Fazit

Mit einer guten Webseite können Sie sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. Deshalb investieren Sie hier klug. Denn leider gilt hier nicht: Teurer = Besser.

Lesen Sie hier mehr:

Damit Webseitenbesucher zu Kunden werden: 3 notwendige Elemente

Und bei Nicole van Meegen: Wie Sie den passenden Webdesigner finden

#18 – Sie nutzen keinen Marketing Kalender

Erfolgreiche Unternehmer planen ihr Geschäftsjahr. Sie wissen, was sie tun müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Dazu gehören nicht nur Umsatzziele.

Aber auch.

Ihr Marketingkalender sorgt dafür, dass Sie in jedem Quartal, in jedem Monat, jeder Woche und an jedem Tag das richtige tun. Er verhindert, dass Sie sich verzetteln. Und er gibt Ihnen das gute Gefühl, Ihre Zeit nicht zu verplempern.

In unserem Artikel über das Sommerloch finden Sie Hinweise zur Nutzung des Marketingkalender.

 

marketing kalender

Sie müssen Ziele setzen, um sie zu erreichen, beispielsweise mit einem Marketing Kalender.

Fazit

Planung kann ein „tricky Beast“ sein. Entweder, Sie nehmen es zu genau und planen viel zu granular, so dass eine schier unendliche Menge an Planungsaufwand auf Sie zu warten scheint …

Oder Sie planen zu wenig. Und Sie erleben Chaos, sinkende Umsätze und Frust, weil Sie unter Ihren Möglichkeiten bleiben. Was ist richtig?

Dazu haben wir in unserer Unternehmer-Community Powerhouse regelmäßig Workshops. Der nächste ist am 16. Januar 2020. Und wir erstellen darin einen groben Fahrplan, der Ihnen für dieses Jahr Klarheit, Sicherheit und Richtung geben wir.

#19 – Sie haben zu wenige oder keine Grenzen

Sie erleben es täglich, auch wenn Sie (noch) kein UnternehmerIn sind: Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Wünsche. Wenn die Art & Weise, wie diese Wünsche geäußert werden zu Ihren Vorstellungen passt, wunderbar!

Doch Sie wissen spätestens aus den sozialen Medien – das ist keineswegs immer der Fall.

Da sehen Sie sich irgendwann einem Bombardement von Anforderungen gegenüber, die Ihnen weder Zeit noch Energie für Ihre eigentliche Arbeit lassen.

Fazit

Ähnlich wie in Punkt #16 hat dieses Anzeichen sehr viel mit Umgewöhnung zu tun. Denn auch wenn wir dachten, dass wir solide Grenzen hätten – als Unternehmer ist das sehr wahrscheinlich nicht mehr ausreichend.

Da helfen nur zwei Dinge: Sie müssen lernen NEIN zu sagen um das nächste Level mit Ihrer Firma zu erreichen. Und Sie müssen im Umgang mit Kunden Grenzen setzen – die Sie selbst klar definieren.

#20 – Sie haben Angst, sich zu entscheiden

Das großartige am Unternehmertum ist die Unabhängigkeit zu tun, was ich tun will. Doch mit großer Freiheit kommt große Verantwortung – und große Unsicherheit.

Wir fragen uns nämlich mehr und mehr: Was ist richtig?

Und wir versuchen, unsere Entscheidungen mehr oder weniger „wasserfest“ zu machen. Doch das geht nicht. Natürlich sollten wir sinnvoll abwägen ob dieses oder jenes überhaupt eine Chance auf Erfolg hat.

Doch davon einmal abgesehen ist es nicht möglich, alle Risiken als Unternehmer zu vermeiden.

Fazit

Der Versuch, jede Entscheidung in Ihrem Business abzusichern führt leider lediglich zu Frust und Untätigkeit. Sie erleben es womöglich als Prokrastination. Doch oft verbirgt sich dahinter schlicht Angst.

Was können Sie tun?

Machen Sie sich klar, dass Unsicherheit als Unternehmer mit dazu gehört. Was Sie vor katastrophalen Fehlentscheidungen bewahrt, sind Systeme und Pläne. Sie senken die Gefahr von Spontan-Entscheidungen, die Sie unter Druck treffen.

Hören Sie mehr hier:

Umgang mit schwierigen Gefühlen im Business

Erfolg als Solo-Unternehmer: Den roten Faden finden

#21 – Sie geben verdientes Geld sofort aus

So verlockend es ist, Sie müssen regelmäßig Geld an die Seite legen. Für Investitionen, Bildung, Krankheit. Plus – ein finanzielles Polster erlaubt Ihnen die Freiheit, sich Ihre Kunden aussuchen zu können.

Und Sie können auch im Sommerloch entspannt bleiben – und Ihren Urlaub genießen!

Fazit

Es ist etwas völlig anderes, ob Sie über Umsatz oder Profit sprechen. Denn ich kenne Unternehmer, die multipel sechsstellige Umsätze erzielen und dabei nichts verdienen, weil sie mehr ausgeben als einnehmen.

Wenn Sie von Anfang an Überblick über Ihre Finanzen haben, passiert Ihnen das nicht. Siehe auch Punkt #2 unserer Liste (speziell Profit First).

#22 – Sie jammern über schlechte Kunden – statt neue zu akquirieren

Mike & ich hören immer wieder Sätze wie: Meine Kunden geben nun einmal nicht so viel Geld aus. Oder: Ich bin in einer besonders stark umkämpften Nische. 

Ich verstehe, dass Sie den Eindruck haben.

Doch wenn Ihnen Ihre Kunden Kopfzerbrechen bereiten liegt das in 99% der Fälle an der Art, wie Sie Marketing machen. Oder eben nicht … Und das ist eine gute Nachricht, denn es bedeutet: Es liegt in Ihrer Hand!

Fazit

Es liegt in Ihren Händen. Und ich sage nicht, dass es leicht ist oder über Nacht geht. Sie können Kunden gewinnen, die gerne den Preis für Ihre Angebote bezahlen. Und mit denen es eine Freude ist zu arbeiten.

Hier mehr dazu: Welcher Switch im Denken jedes Business voranbringt

Ihre Kunden können sich nicht entscheiden? Hier ist der Grund

 

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Wie Sie jeden in 20 Sekunden (oder weniger) überzeugen

Lernen Sie in unserer kostenlosen, 22 Seiten starken Anleitung, wie Sie ein Intromercial – eine Kurzvorstellung Ihres Angebots – erstellen, mit dem Sie praktisch überall Kunden gewinnen können.

#23 – Sie verfügen nicht über systematische Kundengewinnung

Kunden sind der Puls eines Business. Ja, Sie benötigen sehr viel mehr, um 10 oder 20 oder mehr Jahre sehr erfolgreich als Unternehmer zu sein.

Aber alles startet mit Ihren Kunden.

Deshalb denken Sie langfristig. Investieren Sie Zeit in ein System, dass für Sie arbeitet. Das kann ein Sales Funnel sein – muss es aber nicht. Sie benötigen kein kompliziertes System.

Fazit

Lesen Sie hier mehr:

Meine Firma bekannter machen: Die 35 wirksamsten Strategien

Mehr von Ihren Dienstleistungen erfolgreich verkaufen: 8 Strategien

#24 – Sie haben „den Funken“ verloren

Wahrscheinlich hat es jeder, der schon länger im Business ist schon einmal erlebt: Sie benötigen mehr Energie, um zu tun, was Sie tun. Ihr Funke ist irgendwie … nicht mehr ganz so dynamisch, wie noch am Anfang.

Und das ist normal, wenn Sie alles allein tun. Oder wenn Ihre Stundenzahl zunimmt, ohne dass Sie einen Fortschritt sehen.

Doch das ist ein Problem. Denn Kunden bemerken, wenn Sie nicht (mehr) bei der Sache sind oder eigentlich von einer ganz anderen Tätigkeit träumen.

Sie erhalten weniger überzeugende Kundenaussagen. Empfehlungen bleiben aus. Sie haben Angst, als Unternehmer zu versagen.

Fazit

Wenn Sie über längere Zeit Unlust-Gefühle bei der Arbeit verspüren, sollten Sie schnell aktiv werden. Hier ein paar Ideen:

  • Nehmen Sie sich eine Auszeit.
  • Fragen Sie sich, ob Sie wirklich tun, was Sie glücklich macht.
  • Erstellen Sie einen Plan, wie Sie Ihr Business so umwandeln, dass Ihr Funke neu entfacht wird.

Hier mehr zu dem Thema:

Fünf Strategien gegen das Gefühl von Überforderung im Business

8 unentbehrliche Punkte, um mehr Leichtigkeit in Ihr Business zu holen

Mehr Erfolg als Selbständige/r: Wie Quantensprünge Wirklichkeit werden

#25 – Sie formulieren Ihr WARUM nicht

Erst kommt das WARUM und dann kommt das WIE, sagt Simon Sinek. Kunden können jede Dienstleistung irgendwo preiswerter erhalten. Oder luxuriöser. Oder einfallsreicher. Warum sollten sie also bei Ihnen kaufen?

Egal ob Sie eine sehr enge Nische besetzen wie in diesem Fall …

Wegen Ihrer Geschichte. Ihre Geschichte ist Ihr WARUM. Ihr spezielles Sein, Ihr X-Faktor, Ihre Superpower. Kennen Sie Ihre Story, durch die Sie sich automatisch von Ihren Mitbewerbern unterscheiden?

Noch wichtiger … kennen Ihre Kunden Ihre Story?

Hören Sie mehr zu dem Thema im TedTAlk von Simon Sinek (auf Englisch):

Fazit

Auch bei diesem Anzeichen gilt wie bei #15: Kein Grund, eine Doktorarbeit zu machen. Denn in den meisten Fällen haben wir als Unternehmer durchaus ein klares WARUM. Wir haben es nur noch nicht formuliert.

Doch es kann einen großen Unterschied machen, das zu tun.

Es gibt Ihnen Richtung. Klarheit. Und Sicherheit bei Ihren Entscheidungen.

Was können Sie noch tun?

Legen Sie diesen Artikel nicht an die Seite mit den Worten: Das ist so wahr. Ich weiß, damit sollte ich anfangen. Sie wissen, das tun Sie nicht.Tun Sie stattdessen folgendes:

  • Drucken Sie den Artikel aus und markieren Sie fünf der wichtigsten Fehler, die Sie identifiziert haben.
  • Wählen Sie aus diesen Punkten drei aus, die Sie in den kommenden sechs Monaten angehen wollen.
  • Machen Sie für diese drei Punkte einen Plan.

Zusammenfassung

Falls Sie sich in vielen dieser Punkte wiederfinden … keine Sorge, Sie sind damit nicht allein. Und ehrlich? Mike & ich haben jeden dieser Fehler selbst gemacht. Manche zuweilen mehrfach …

Der Punkt ist: Wir werden nicht als Unternehmer geboren. Und wir lernen es auch nicht an der Uni oder in der Lehre. Es ist „learning by doing“, bis wir den Bogen raus haben.

Das kann eine Weile dauern, deshalb: Verzweifeln Sie nicht, wenn es gerade schwierig ist oder sich fürchterlich anfühlt. Starten Sie mit einer Sache auf dieser Liste. Und setzen Sie sich um. Dann die nächste … und die nächste. Ich verspreche, Sie werden Fortschritt erleben. Und wenn Sie dabei nicht allein sein wollen, schauen Sie sich unsere Unternehmer-Community Powerhouse an.

Andrea Lekies

Hallo, ich bin Andrea und habe Passion & Profit 2012 ins Leben gerufen. Ich bin der Nerd, der lieber über Verkaufen & Businessaufbau schreibt, als shoppen zu gehen. Aber die meiste Zeit treffen Sie mich in unserer Unternehmer-Community Powerhouse... Folgen Sie uns auf Pinterest

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